Anschläge gegen Heer aus Frust

Brandstiftung, Graffiti, Drohbriefe

Anschläge gegen Heer aus Frust

Nach Brandanschlägen auf Heeresfahrzeuge mit mehreren 100.000 Euro Schaden, Vandalenakten, Drohungen gegen den oberösterreichischen Militärkommandanten und Schmieraktionen muss sich ein 50-jähriger Unteroffizier seit Mittwoch vor dem Landesgericht Wels verantworten. Er leugnet die Taten.

Die Serie von Vorfällen, die dem Mann, für den die Unschuldsvermutung gilt, zur Last gelegt werden, dauerte von 2007 bis 2012, könnte aber auch weiter zurückreichen. Bereits Ende der 1980er gab es laut Staatsanwalt einen Anschlag und Bekennerbriefe, auf denen ebenfalls die DNA des Angeklagten gefunden wurde.

Mit Video überführt
Motiv für die Taten war offenbar Unzufriedenheit mit dem System, in Schmierereien wird auf die Heeresreform 2010 Bezug genommen. Die Behörden hielten sich jahrelang bedeckt. Schließlich wurde ein Überwachungskameravideo einem Kreis von 700 Personen gezeigt, Hinweise führten zum Angeklagten. Der 50-Jährige habe insgesamt neun Absagen auf Bewerbungen innerhalb des Bundesheeres bekommen, so ein Oberst vor Gericht.

Ein Urteil gab es zu Redaktionsschluss noch nicht.

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