Traun

Jäger schießt Hund von Spaziergänger an

Ein Jäger hat am Montag in Traun (Bezirk Linz-Land) einen Hund angeschossen und schwer verletzt. Er dürfte den Neufundländermischling - der Freund der Besitzerin war mit ihm spazieren gegangen - in der Dunkelheit mit einem Wildtier verwechselt haben. Die Polizei bestätigte den "Oberösterreichischen Nachrichten" den Vorfall, die Ermittlungen würden noch andauern, hieß es in der Donnerstag-Ausgabe.

"Ich habe ein Auto bemerkt und den Hund gerufen. Er ist zu mir zurückgelaufen, da hat es auf einmal einen Schnalzer gemacht. Ich habe mich zuerst nicht ausgekannt, was los ist", wird der Spaziergänger in dem Bericht zitiert. Der dreijährige "Milan" sackte demnach zusammen, rappelte sich wieder auf und legte die restlichen Meter zu dem Mann zurück. "Da habe ich gesehen, dass er eine große Wunde am Bauch hat."

Der Jäger, der sich gegenüber der Zeitung nicht zu dem Vorfall äußern wollte, half bei der Erstversorgung. Das Tier musste fünf Stunden operiert werden und schwebte vorerst in Lebensgefahr. Der Schütze habe sich tausendmal entschuldigt, so der Mann. Sein Unverständnis ist dennoch groß: "Es kann nicht sein, dass er hier im Finstern schießt." An der Traun seien schließlich auch viele Spaziergänger und Radfahrer unterwegs.

"Wir werden mit den Behörden kooperieren", kündigte der Geschäftsführer des Landesjagdverbands, Christopher Böck, an. Ein derartiges Verhalten finde keine Deckung. Die Angelegenheit wird in den kommenden Tagen wohl auch die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land beschäftigen. Dem Mann droht der Entzug seiner Jagdkarte, zudem könnte er wegen Gemeingefährdung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden.

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