Serien-Sextäter: Schon 10 Opfer

Wiener Frauen in Angst

© LPD Wien

Serien-Sextäter: Schon 10 Opfer

Wegen drei versuchter Vergewaltigungen ging die Polizei am Montag mit Bildern des Verdächtigen an die Öffentlichkeit – der mutmaßliche Sexunhold: Ein 22-Jähriger aus Mazedonien, der illegal in Österreich bei seiner Verlobten Claudia (Name geändert) lebt, die sich den schmächtigen Schönling vor zwei Jahren aus dem Internet gefischt haben dürfte.

Was für einen furchtbaren Fang die Wienerin gemacht hat, dürfte ihr jetzt langsam dämmern. Denn mittlerweile werden Ibraim J. zehn Fälle zugeordnet, bei denen er Frauen von der U2 sowie von der Bim-Linie 26 oder dem Bus (26A) bis nach Hause verfolgt haben soll.

Ermittlungen jetzt nach
 NÖ ausgeweitet
In der Regel umarmte er die Opfer von hinten mit aller Gewalt und griff ihnen in die Hose oder unter den Rock, wobei er keine altersspezifischen Vorlieben zeigte – das Jüngste war 15, das älteste 46. In einer Nacht verging er sich gleich an drei Frauen. Die meisten konnten weitere Handgreiflichkeiten durch Bisse, Schreie oder Hilfe von Freunden oder Passanten abwehren.

Nur ein Mädchen (15) hatte im 2. Bezirk keine Chance – sie wurde im Stiegenhaus am Weg zur Wohnung ihrer Eltern vergewaltigt. Allein am Dienstag konnten sieben Frauen ihren Peiniger bei einer Gegenüberstellung identifizieren. Es könnten aber noch mehr sein. Da Ibraim J. auch in einer Pizzeria nördlich von Wien gearbeitet hat, werden die Ermittlungen auf NÖ ausgeweitet. Es gilt die Unschuldsvermutung.

  • 26.11., 23.40 Uhr
    Im Telefonweg im 22. Bezirk griff der Verdächtige eine 40-Jährige von hinten an. Er brachte die Frau zu Sturz, verpasste ihr eine Ohrfeige und begrapschte sie. Als sie um Hilfe schrie, lief er davon.
  • 29.11., 4 Uhr früh
    Vor einer Tiefgarageneinfahrt in der Wehlistraße im 2. Bezirk griff er Sex-Täter einer 26-Jährigen in die Hose. Sie biss ihm in die Hand, er flüchtete. Kurze Zeit später kam er aber wieder zurück, um sie erneut zu attackieren. Als sie ihn nochmal biss, lief er mit ihrer Geldbörse davon.
  • 11.12., 18.30 Uhr
    An diesem Tag vergewaltigte er ein 15-Jähriges Mädchen im Stiegenhaus ihres Elternhauses im 2. Bezirk.
  • 4.1., 23.50 Uhr
    Der mutmaßliche Täter verfolgte ein Mädchen bis in eine Hauseinfahrt in der Nähe der Podlahgasse. Dort stieß er die 16-Jährige zu Boden, hielt ihr den Mund zu und griff in ihre Hose. Das Mädchen setzte sich heftig zur Wehr, und der Mann ergriff die Flucht.
  • 19.1., 19.30 Uhr
    Er begrapschte im Stuwerviertel eine 26-Jährige in ihrem Stiegenhaus. Als der Freund der Frau hir zu Hilfe kam, flüchtete der Angreifer.
  • 21.1., 23 Uhr
    Der Sex-Täter verfolgte eine Frau bis zu einem Mehrparteienhaus in der Nähe der Eibengasse. Im Stiegenhaus bedrängte der Mann die 24-Jährige. Nachdem der Partner des Opfers noch rechtzeitig hinzugekommen war, flüchtete der Tatverdächtige.
  • 25.1. 13.15 Uhr
    Ums Eck von der Wohnung seiner Verlobten belästigte er eine 46-Jährige, die sich wehrte. Er verpasste ihr eine Ohrfeige. Daraufhin fuhr er in den 22. Bezirk.
  • 25.1. 18.10 Uhr
    Im 22. Bezirk angekommen verfolgte er in der Siebenbürgenstraße eine 35-Jährige von der Straßenbahnlinie 26 ins Stiegenhaus, wo er ihren Po betatschte.
  • 25.1. 19.55 Uhr
    Nur wenig später verfolgte er eine 21-Jährige am Heimweg von der 26-Bim in die Schlettergasse. Er griff sie von hinten an. Als Freund und Bruder des Opfers zu Hilfe kamen, ergriff er die Flucht.
  • 2.2., 22.45 Uhr
    Der Verdächtige verfolgte eine junge Frau in ihr Haus in der Vorgartenstraße. Dort stieg er mit ihr in einen Lift, griff der 18-Jährigen während der Fahrt mehrmals unter den Rock und hielt ihr dabei den Mund zu. Als sie nach dem Aussteigen laut schrie, ergriff der mutmaßliche Täter die Flucht.

(kor)

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