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Trauernde Hundemütter: Bubi war unser Baby

Drama

Trauernde Hundemütter: Bubi war unser Baby

Noch immer stehen Manuela (50) und Daniela (37) Beck unter Schock. Der Hund der beiden wurde Ende vergangener Woche in der U-Bahn von einem Fremden einfach zu Tode getreten - nach dem Täter wird immer noch gefahndet. Ihm droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. ÖSTERREICH am SONNTAG besuchte die Becks in ihrer Wohnung in Wien-Floridsdorf. Der Hundekorb dort steht immer noch vor dem Bett, Bubis Spielsachen liegen darin. Überall an den Wänden hängen Fotos der beiden Frauen gemeinsam mit Bubi. "Er war unser Baby", so Manuela Beck.

Diashow Hund Bubi tot: So süß war er

Der Mischling wurde brutal in der Wiener U-Bahn totgetrampelt.

Der Mischling wurde brutal in der Wiener U-Bahn totgetrampelt.

Der Mischling wurde brutal in der Wiener U-Bahn totgetrampelt.

Der Mischling wurde brutal in der Wiener U-Bahn totgetrampelt.

Der Mischling wurde brutal in der Wiener U-Bahn totgetrampelt.

Der Mischling wurde brutal in der Wiener U-Bahn totgetrampelt.

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Beziehung
Die Becks sind seit 2012 verheiratet - feierten damals die ungewöhnlichste Hochzeit des Jahres - nur ein halbes Jahr nach dem ersten Kuss. Manuela Beck, bekannt als Ferrari-Maus (vor 20 Jahren sorgte sie als erste weibliche Ferrari-Fahrerin im Land für Aufsehen), war zuvor neun Jahre lang mit Extremsportler Sepp Resnik verheiratet. Manuela nahm Bubi mit in die Beziehung zu Daniela. Denn Bubi war aus Manuelas Leben seit 2006 nicht mehr wegzudenken: Damals las die ehemalige Iron Woman den Hund bei einem Sieben-Tage-Lauf in Griechenland auf. Manuela Beck: "Es war Liebe auf den ersten Blick." Unter Tränen erzählt sie, wie Bubi jetzt qualvoll zu Tode kam. Für den Täter verspüre sie "Hass". Manuela Beck: "Wir waren einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich Bubi nicht schützen konnte!"

Video zum Thema Die "Bubi" Besitzerin über ihren Hund

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"Bubis Hundekorb wird für immer leer bleiben. Er fehlt so!"

ÖSTERREICH: Ihr Hund Bubi ist diese Woche zu Tode getreten worden. Was ist genau passiert?
Manuela Beck: Es fällt mir immer noch schwer, darüber zu sprechen. Bubi fehlt uns sehr. Ich bin an dem furchtbaren Tag gegen 9 Uhr Früh mit Bubi auf dem Weg zum Arzt gewesen. In der U-Bahn habe ich auf den nächsten Zug gewartet. Es waren sehr viele Leute am Bahnsteig. Plötzlich kam dieser Knall, dieser laute Schlag von hinten. Bubi hat aufgewinselt. Es ging alles so blitzschnell
ÖSTERREICH: Der Täter trat wirklich völlig aus heiterem Himmel auf Bubi ein?
Beck: Ja, ich habe plötzlich nur diesen schwarzen Stiefel gesehen -ich glaube, der Stiefel war schwarz, ich habe einfach keine Kraft mehr in mir, erinnere mich kaum. Ich bin immer noch wie unter einem Schock. Ich habe dann nur gesehen, dass Bubi am Boden liegt. Ich habe mich zu ihm gekniet. Sein Auge war vollkommen verdreht und sofort verschwollen. Ich habe geschrien: Haltet den Mann! Helft mir! Ich habe dann nur noch diese schlanke Frau und einen großen Mann mit Hund die Rolltreppe hochfahren gesehen. Ich hab dann wieder geschrien: Helft mir! Aber die anderen Menschen haben nur geschaut
ÖSTERREICH: Konnte Bubi dann aufstehen?
BECk: Nein. Ich hab ihn hochgehoben. Er hatte ja 25 Kilo. Darum musste ich ihn mindestens fünf Mal immer wieder ablegen, bis wir endlich zu Hause waren. Danach habe ich sofort die Tierärztin angerufen, Bubi wurde versorgt. Dann ist die Schwiegermutter gekommen, um bei ihm zu bleiben. Daniela war ja im Dienst und konnte nicht weg. Um 10.36 Uhr habe ich den Vorfall bei der Polizei angezeigt.
ÖSTERREICH: Konnte die Tierärztin Bubi nicht helfen?
Beck: Oja. Wir dachten zuerst auch, dass sich sein Zustand schnell bessert. Am Wochenende sind wir mit ihm aufs Land gefahren, weil er dort in unserem Haus in Niederösterreich so gerne war. Dort ist er immer im Garten herumgelaufen. In Wien hier in der Wohnung war er total verschreckt, hat sich nicht einmal mehr Gassi gehen gewagt.
Daniela Beck: Wir haben Bubi Wickel gemacht für den Bauch und auch die Schwellung am Auge ist zurückgegangen. Wir dachten, es geht ihm gut, die Medikamente greifen und er wird schnell gesund
Manuela Beck: aber plötzlich hat sich sein Zustand verschlechtert. Ich habe dann unseren Tierarzt Dr. Rainer Giebl angerufen. Panisch. Der Tierarzt ist trotz Grippe zu uns gefahren. Da konnte er aber dann schon nichts mehr machen und musste unseren Bubi erlösen. Schmerzen hat er uns nie angezeigt. Ich mache mir auch Vorwürfe, dass er offenbar gelitten hat, ohne dass wir es gemerkt haben. So tapfer war er. Was genau zu seinem Tod geführt hat, wissen wir nicht, da wir ihn gar nicht mehr röntgen konnten. Wahrscheinlich ist Bubi an einem Leber-oder Milzriss gestorben. Der Tritt in den Bauch war so heftig.
ÖSTERREICH: Sie haben ihn einäschern lassen. Warum das?
Daniela Beck: Ja, das war mir wichtig. Man darf Tiere nicht im eigenen Garten begraben -obwohl wir das gerne gemacht hätten. So können wir Bubis Urne wenigstens bei uns in der Wohnung haben. Ich selbst möchte mich auch eines Tages einäschern lassen.
ÖSTERREICH: Was geht in Ihnen vor, wenn Sie an den Täter denken?
Manuela Beck: Ich spüre Hass in mir. Ich kenne solche Gefühle sonst nicht. Aber Bubi hat nichts getan. Nicht gebellt. Schon gar nicht gebissen. Nichts. Er war eine Seele von einem Hund. Wir sind nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gestanden. Wissen Sie, wie sehr ich mir deswegen Vorwürfe mache? Ich konnte Bubi nicht schützen!
ÖSTERREICH: Wie wichtig war Bubi in Ihrem Leben?
Manuela Beck: Bubi war für mich und uns wie ein Baby. Ich habe ihn im April 2006 bei einem Sieben- Tage-Lauf in Griechenland aufgelesen. Damals war ich noch mit meinem Mann Sepp Resnik zusammen, der mich bei dem Lauf betreut hat. Es gab viele streunende Hunde dort in Griechenland. Aber plötzlich stand der kleine Bubi vor mir, hat mich in mein Hosenbein gezwickt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich hab ihn hochgenommen und gestreichelt. Der Lauf, wegen dem ich dort war, ist mir egal geworden. Ich hab gewusst: Diesen Hund nehme ich mit nach Österreich.
ÖSTERREICH: Was waren die schönsten Momente mit Bubi?
Daniela Beck: Das waren sicher die Kuschelmomente im Bett.
Manuela Beck: Ja, wir wissen, man soll Hunde nicht ins Bett lassen. Aber Bubi war für uns ein wichtiges Familienmitglied. Er hat uns zum Lachen gebracht, hat mit uns Urlaube verbracht, war immer dabei. Er fehlt uns so!
ÖSTERREICH: Wie lange wird es dauern, bis Sie sich wieder einen Hund ins Haus holen?
Manuela Beck: Das wird nie geschehen. Uns sind mittlerweile schon viele Hunde angeboten worden. Doch Bubi war mein erster Hund und er ist mein letzter Hund. Sein Hundekorb wird immer leer bleiben. Bubi ist nicht zu ersetzen und wird immer einen großen Platz in unseren Herzen haben.

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