Bundeskanzler sucht Top-Job

Beste Chancen

© Lisi Niesner

Bundeskanzler sucht Top-Job

Am Sonntag tritt Alfred Gusenbauer wieder einmal in der ORF-Pressestunde auf, dennoch hat er sich geistig wohl schon längst vom Kanzlerposten verabschiedet. Faktisch bleibt er aber im Amt, bis die neue Regierung angelobt ist – und das wird noch mindestens bis Mitte November dauern.

Klar ist: Gusenbauer wird auf den Gerüchtebörsen bereits jetzt für internationale Top-Jobs gehandelt:

  • Zukunft in Harvard?
    Das jüngste Gerücht: Gusenbauer könnte eine gut dotierte Gastprofessoren-Stelle an der US-Eliteuniversität Harvard annehmen. Er ist promovierter Politologe und könnte mit exzellenten Sprachkenntnissen (Englisch und Spanisch) punkten. Spitzendozenten cashen in Harvard bis zu 384.000 Dollar pro Jahr ab.
  • Top-Job bei UNO oder EU
    In der Außenpolitik fühlte sich der Kanzler immer am wohlsten, also werden ihm auch auf dem internationalen Politiker-Arbeitsmarkt beste Chancen eingeräumt. Gusenbauer könnte zu Organisationen wie OECD, UNO oder EU wechseln. Da die SPÖ den nächsten EU-Kommissar stellen will, könnte er zum Nachfolger von Benita Ferrero-Waldner werden. Dagegen spricht: Mit seinem EU-Schwenk in Richtung Volksabstimmung über neue Verträge machte sich Gusenbauer auf dem Brüsseler Parkett unbeliebt.
  • Top-Konsulent
    Kolportiert wird auch, dass der Kanzler als hoch bezahlter Berater in die Privatwirtschaft einsteigt. So könnte er den Voest-Stahlkonzern in Lateinamerika vertreten oder in die Baubranche wechseln. Gusenbauer werden gute Kontakte zum spanischen Konzern FCC sowie Strabag-Boss und Liberalen-Mäzen Haselsteiner nachgesagt – zumindest seit Gusi Ex-LIF-Chef Zach ein SPÖ-Mandat „schenkte“.
  • Kein Comeback in der Innenpolitik
    Erledigt hat sich der Traumjob Außenminister. Unter Werner Faymann wird Gusenbauer kein Polit-Comeback feiern.

Freilich kann sich Gusenbauer mit seiner Jobsuche viel Zeit lassen, ohne zum Sozialfall zu werden. Als Regierungschef steht ihm eine saftige Gehaltsfortzahlung von 75 Prozent des Letztgehaltes aus. Pro Monat wären das 15.300 Euro.

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