Doskozil:

Jagdkommando soll Polizei helfen

Doskozil: "Elite-Truppe gegen Terroristen"

Doskozil kündigt im Interview mit ÖSTERREICH auch eine härtere Gangart bei Abschiebungen an.

ÖSTERREICH: Sind wir gegen Terror-Anschläge gerüstet?

Hans Peter Doskozil:
Der Terror ist in Europa angekommen – und wir als Teil der EU müssen uns darauf vorbereiten. Das tun wir. Wir haben mit dem Innenministerium eine Kommission eingesetzt, die klären soll, wie man Heer und Polizei besser koordinieren kann.

ÖSTERREICH:
Wo kann das Heer konkret helfen?

Doskozil:
Wir können schnell Patrouillen stellen, haben Hubschrauber, Fähigkeiten in der ABC-Abwehr – und mit dem Jagdkommando eine international anerkannte Elite-Einheit. Darauf muss man zurückgreifen, wenn es um die Sicherheit geht.

ÖSTERREICH:
In Ansbach hat sich ein abgelehnter Asylwerber in die Luft gesprengt. Geht von dieser Gruppe eine besondere Gefahr aus?

Doskozil:
Man kann nie sicher sagen, von wem genau eine Gefahr ausgeht. Das Innenministerium ist sehr gut aufgestellt, wenn es um die Beobachtung dieser Leute geht. Klar ist: Wer einen negativen Asylbescheid hat, soll zurückgeführt werden, das muss man massiv steigern.

ÖSTERREICH:
Wann soll die Notverordnung zur Asylobergrenze von 37.000 kommen? Derzeit haben wir rund 25.000.

Doskozil:
Es ist schwierig, zu sagen, wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickelt. Ich denke aber, wenn wir bei 30.000 ankommen, wird man schon darüber diskutieren müssen.

Interview: G. Schröder

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