Gudenus sieht

Nazi-Skandal

Gudenus sieht "durchsichtiges Manöver"

FPÖ-Klubchef Johann Gudenus sieht in den Vorwürfen gegen den freiheitlichen Spitzenkandidaten für die NÖ-Wahl, Udo Landbauer, rund um antisemitische Liedtexte der "Germania Wiener Neustadt" ein "durchsichtiges, konstruiertes Manöver". Es sei "kein Zufall, dass es die linksextreme Stadtzeitung 'Falter' fünf Tage vor einer Landtagswahl bringt". Die Liedtexte selbst seien "abscheulich".

"Diese Texte sind abzulehnen, sind abscheulich und es gehört dem nachgegangen, was dahintersteckt", meinte Gudenus am Rande einer Pressekonferenz. Von allen Seiten - u. a. von Landbauer und der Burschenschaft selbst - sei schon umfassende Aufklärung angekündigt worden. Sollten Tatbestände wie Wiederbetätigung oder Verhetzung tatsächlich erfüllt sein, sollte die Staatsanwaltschaft von Amts wegen tätig werden.

Keine Konsequenzen

Auf die Frage nach Konsequenzen für den FPÖ-Spitzenkandidaten sagte der blaue Parlamentsklubobmann, Landbauer selbst habe sich schon ausführlich dazu geäußert. "Ganz klar: Solch ein Gedankengut hat in der heutigen Zeit und nie etwas verloren. Davon distanzieren wir uns, das brauchen wir nicht." Aber: "Udo Landbauer war damals elf Jahre alt." Damit verwies Gudenus auf den Umstand, dass die Seiten mit den betreffenden Liedtexten 1997/98 aus dem Buch gerissen oder geschwärzt worden und nicht in Verwendung gewesen sein sollen.

Gudenus versicherte, dass der FPÖ der Kampf gegen Antisemitismus "ganz wichtig" sei. Die Ankündigung der Israelitischen Kultusgemeinde, Gedenkveranstaltungen mit FPÖ-Beteiligung zu boykottieren, finde er schade. Er wisse aber von Gesprächen mit IKG-Mitgliedern, dass viele Juden sehen würden, dass der Kampf gegen Antisemitismus in seiner Partei eindeutig und sichtbar sei.
 

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