Faschingsscherz?

"Herr Stadtobfrau": Grüne werden weiblich

Laut einer Mitteilung der Grünen Klagenfurt vom 7. Februar 2016 wurde bei der Mitgliederversammlung der Partei beschlossen, "alle Mitglieder in ihrem Statut ab sofort mit der weiblichen Geschlechtsform zu bezeichnen". Der Grund dafür sei die Symbolwirkung - man erkenne alle Geschlechter an und habe deshalb die klassische Form fallen lassen.

Bewusst radikales Signal
"Der Schritt ist durchaus und bewusst radikal. Sprache wirkt auf unsere Weltsicht. Wir setzen damit für die weibliche Mehrheit der Bevölkerung ein klares Signal, dass sie auch in der Sprache sichtbar sein darf", kommentierte die neue "Obfrau" der Stadtpartei, Reinhard Schinner, den Entschluss.

Medienberichten zufolge erklärte der "Herr Startparteiobfrau", dass es schließlich auch die Bezeichnung "Frau Landeshauptmann" gäbe, an der niemand etwas Schlimmes finde. Auch mit seinem neuen Titel fühle er sich genauso als Mann wie vorher.

Kein Faschingsscherz
Der Beschluss sei schon vor einer Woche gefasst worden und nicht als Faschingsscherz aufzufassen, betonte Schinner. Man habe die Statuten der Stadtpartei an jene der Landespartei angepasst und bei dieser Gelegenheit zusätzlich die Verweiblichung durchgeführt, die "mit großer Mehrheit" befürwortet worden sei. Des Weiteren erklärte Schinner, dass sie nicht die ersten in Österreich seien, denn das Tiroler Kinder- und Jugendhilfegesetz sei bereits im Jahr 2013 in weiblicher Form abgefasst worden.

Namenszusatz
Außerdem haben sich die Grünen Klagenfurt in der Versammlung dazu entschieden, ab sofort den slowenischen Namenszusatz "Zeleni v Celovcu" - auf Deutsch: "Grüne in Klagenfurt" - zu verwenden, um ein weiteres Zeichen für die Gleichbehandlung und die Vielfalt der Landeshauptstadt zu setzen.

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