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Karmasin:

Aber kein Adoptionsrecht

Karmasin: "Schwule ins Schulbuch"

Am Dienstag soll im Ministerrat der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen beschlossen werden. Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) hat aber noch andere offene Punkte mit ihrer SPÖ-Kollegin Gabriele Heinisch-Hosek zu klären.

ÖSTERREICH: Sie hatten Differenzen mit Ministerin Heinisch-Hosek. Haben Sie sich bei der Kinderbetreuung geeinigt?
Sophie Karmasin: Anlasspunkt der Diskussion war, dass sie am Vorabend des Ministerrats zugesagt und kurzfristig abgesagt hat, was ich nicht wirklich stilistisch brillant empfunden habe.

ÖSTERREICH: Sind 45 Wochen Öffnungszeiten nicht zu wenig?
Karmasin: Das ist das absolute Minimum, für 47 Wochen gibt es mehr Förderung.

ÖSTERREICH: Ulrike Lunacek will Homosexuelle in Schulbüchern abbilden. Vorstellbar?
Karmasin: Ich würde das unterstützen. Je breiter und offener ein Familienbild Kindern dargestellt wird, desto weniger Vorurteile bauen sich auf.

ÖSTERREICH: Sie sind dafür?
Karmasin: Man muss es in Relation sehen: Die größte Gruppe ist die Vater-Mutter-Kind-Familie. Das muss sich in den Büchern widerspiegeln.

ÖSTERREICH: Warum sind Sie gegen Fremdkind-Adoption für homosexuelle Paare?
Karmasin: Aktuell wollen zehn Mal mehr heterosexuelle Paare ein Kind adoptieren als es überhaupt Kinder gibt. Ich sehe keine Notwendigkeit noch das elfte oder zwölfte Paar hinzuzustellen, weil sich ohnehin zu viele Eltern um ein Kind bemühen.

ÖSTERREICH: Aber wäre das nicht eine echte Gleichstellung?
Karmasin: Man muss ans Kindeswohls denken. Ob homosexuelle Paare die richtige Entscheidung für ein Kind sind, würde ich dann mit 100 Prozent unterschreiben, wenn es Langzeitstudien in unserem Kulturkreis dazu gibt.

(kali)

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