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Makler wehren sich gegen Provisionskürzung

Nur mehr 2 Mieten

 

Makler wehren sich gegen Provisionskürzung

Die Immobilien- und Vermögenstreuhänder wehren sich vehement dagegen, dass Mieter künftig zwei statt bisher drei Monatsmieten Provision zahlen sollen. Von der angedachten Neuregelung wären alleine in Wien 2.200 Maklerunternehmen betroffen.

Bringt Mietern nichts
Die Immobilienmakler finden den Entwurf inakzeptabel. Sie argumentieren, dass der Wohnungssuchende sowieso nur ein- bis zweimal im Leben eine Maklerprovision zu bezahlen hat. Die Neuregelung zu Lasten der Branche würde dem Mieter also gar nichts bringen. Eine wirkliche Stärkung der Kaufkraft könne nur durch eine Entlastung bei den regelmäßigen Zahlungen erreicht werden.

Flughafengebühr auf Male senken
"Genauso gut könnte man die Senkung der Flughafengebühr auf Male, wo der Durchschnittsösterreicher höchstens zweimal im Leben landet, als Maßnahme der Inflationsbekämpfung verkaufen", findet Fachgruppenobmann Oliver Brichard aus der Wirtschaftskammer.

Branche muss leiden
Auch die Fachliste der gewerblichen Wirtschaft zeigt sich empört über den Entwurf. Unter dem Vorwand, das sei sozial erforderlich und der Mieter brauche Schutz, würde eine ganze Branche diktatorisch um 33 Prozent ihres Umsatzes gebracht. Bei den heimischen Immobilienmaklern gebe es viele Klein- und Familienbetriebe. Für sie würden diese Einkommenseinbußen das Ende ihrer Firma bedeuten.

Ganz abgesehen davon, dass sozial Bedürftige in der Regel nicht über einen Makler Wohnungen mieten, sondern sie sich selbst suchen, so die Abwehr.

Als Maßnahme gegen die hohe Inflation hat die Regierung beschlossen, die Richtwertmieten im April nicht um 3,6 Prozent anzupassen, sondern nur um 2,2 Prozent. Außerdem fallen künftig nur mehr zwei statt bisher drei Monatsmieten für die Vermittlung einer Wohnung an.

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