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Nachbaur verlässt Team Stronach

Trotzdem Klubobfrau

Nachbaur verlässt Team Stronach

Frank Stronachs rechte Hand, Katrin Nachbaur, tritt von ihrer Funktion als stellvertretende Parteiobfrau zurück und verlässt das Team Stronach. Nationalratsabgeordnete und Klubobfrau soll sie aber bleiben. Dies bestätigte eine Sprecherin des Parlamentsklubs gegenüber "profil". Zuvor hatte Frank Stronach die schwangere Nachbaur aus seinem Konzern, der Stronach Group, geworfen.

Bekannt war bislang, dass sie angeboten hat, den Klubvorsitz zurückzulegen. Die Abgeordneten sprachen ihr jedoch einstimmig das Vertrauen aus. Wer Nachbaurs Nachfolger als Stronachs Statthalter an der Parteispitze wird, ist vorerst nicht bekannt.

Abgang bestätigt
Der Abgeordnete Marcus Franz hat am Freitagabend den Parteiaustritt Nachbaurs und damit auch ihren Rücktritt als stellvertretende Parteiobfrau bestätigt. Sie sei zwar nach wie vor Teil der steirischen Landespartei habe aber ihre Mitgliedschaft in der Bundespartei zurückgelegt, sagte Franz.

Dass mit Nachbaur nun eine Parteifreie Klubobfrau sei, sei zwar in Österreich ungewöhnlich, gestand Franz zu, nicht aber "im Gesamtsetting" des Team Stronach. Die Mehrzahl der Mandatare seien keine Parteimitglieder. Franz bestätigte, dass Nachbaur in einer Klubsitzung, an der auch Frank Stronach teilnahm, zu 100 Prozent das Vertrauen aller Abgeordneten des Team Stronach als Klubobfrau bekommen habe. Waltraud Dietrich bleibe geschäftsführende Klubobfrau.

Nachfolge offen
Wer Nachbaur als stellvertretende Parteichefin nun nachfolgen wird, konnte Franz noch nicht sagen. Das werde Frank Stronach in aller Ruhe überlegen. Die Entscheidung darüber werde zwar der Parteivorstand treffen, als Obmann werde Stronach dabei aber sicher ein gewichtiges Wort mitzureden haben, meinte Franz.

Als Grund für den Rücktritt Nachbaurs bestätigte Franz "Auffassungsunterschiede". Es gebe eine "Emanzipationsbewegung" aufseiten Nachbaurs, um eine eigenständige Politik mit dem Parlamentsklub machen zu können, meinte der Mandatar. Es gehe dabei um eine wirtschaftsliberale, wertkonservative Ausrichtung. "Wir wollen uns alle emanzipieren von Frank", sagte Franz. Er glaubt, dass Stronach selbst das in einiger Zeit auch "grundsätzlich positiv sehen" wird. Das gleiche habe Stronach auch mit seinen Wirtschaftsunternehmen erlebt, die er auch in jüngere Hände gelegt habe.

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