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Prominente sagen: Wir wollen Neuwahlen

ÖSTERREICH

Prominente sagen: Wir wollen Neuwahlen

Werner Schneyder (Kaberettist): Ich bin für Neuwahlen, weil der Status quo würdelos und unhaltbar ist. Außerdem präferiere ich Neuwahlen, weil ich ein Masochist bin und die quälende Ratlosigkeit in der Wahlzelle wieder einmal erleiden möchte. Zudem freue ich mich schon auf die Formulierungen der Wahlprogramme, Plakatslogans und Politiker­interviews.

Gerda Rogers (Astrologin): Ich weiß, dass sich im Herbst die politische Lage weiter zuspitzen wird. So wie in einer Partnerschaft kann man den Weg nicht alleine, sondern nur zusammen gehen. Selbst beleidigt zu sein, hat keinen Sinn – jeder sollte zur Hälfte auf den anderenzugehen. Diese Regierung wurde gewählt und soll produktiv arbeiten, um diese Krise zusammen durchzustehen. Wie soll das sonst weitergehen?

Paulus Manker (Regisseur): Ich hätte Neuwahlen bereits im Anschluss an die letzte Wahl für nötig erachtet. Aber da war wohl jemand nicht mutig genug!

Alfred Dorfer (Kabarettist): Ich bin immer für Neuwahlen! Ernsthaft: Im aktuellen Fall ganz klar „Ja“, weil diese Koalition für absoluten Stillstand steht. Die Neuwahlen würde vielleicht eine Konstellation bringen, in der eine andere Kombination abseits der Großen Koalition möglich ist.

Karl-Heinz Hackl (Schauspieler): Wenn man Neuwahlen ruft, muss man vorher über vieles reden, vielleicht auch das Wahlrecht ändern. Jetzt ist eine merkwürdige Situation eingetreten: Aus meiner Sicht ist die EU wichtig, die Menschen haben ein Informationsbedürfnis, es geht ja um den Erhalt des Friedens. Es gibt einen Hass gegen die Oberen, keiner weiß, was in dem neuen EU-Vertrag steht. Ich glaube schon, dass ­Gusenbauer und Faymann das innerhalb der Partei hätten diskutieren sollen. Der Eindruck ist nicht gut. Jetzt kann man nur mehr versuchen, die Menschen aufzuklären, wofür die EU steht. Die meisten Menschen kennen sich nicht aus. Es ist ein Jammer, wie die Populisten das benützen. So ein schönes Land und es ist nicht lustig.

Rotraud Perner (Psychologien): Grundsätzlich bin ich über den derzeitigen Stil der SPÖ, der ich mehr als 40 Jahren angehöre, empört. Man sollte das peinliche Schauspiel jetzt endlich beenden und Neuwahlen ausrufen. Denn was derzeit passiert, ist unwürdig. Politik über offene Briefe in Zeitungen zu machen, ist für mich nicht hinnehmbar.

G. Zuna-Kratky (Chefin Techn. Museum): Ich bin Anhänger der Großen Koalition. Am Liebsten wäre es mir, wenn die Regierung ihrer Aufgabe nachkommen würde. Wenn wirklich gar „nix“ mehr geht, dann bin ich für Neuwahlen.

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