Rekordquote für Heeres-Duell

Bürgerforum

Rekordquote für Heeres-Duell

Elf Tage vor der Volksabstimmung ist das Informationsbedürfnis der Bevölkerung zur Frage Wehrpflicht oder Berufsheer offenbar sehr hoch. Das ORF-"Bürgerforum", bei dem sich am Dienstagabend Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Vizekanzler Michael Spindelegger (V) den Fragen der Bürger stellten, war mit durchschnittlich 869.000 Zuschauern das meistgesehene "Bürgerforum" aller Zeiten. In Spitzenzeiten sahen bis zu 1,001 Millionen Menschen zu, der Marktanteil der ORF 2-Sendung lag bei 28 Prozent.

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Ioan Holender (77), Ex-Operndirektor.

Für Profi-Heer: Es wäre ein Zeichen der Vernunft, junge Menschen nicht zu etwas zu zwingen, was sie nicht wollen. Deshalb: Berufsheer.
 

Reinhold Bilgeri (62), Musiker, Autor.

Für Profi-Heer: Wenn es brennt, will ich, dass die Profis kommen und nicht der Bäcker mit einem Küberl Wasser. Ein Profiheer muss her.
 




 

 

Steffi Graf (39), Ex-Leichtathletin.

Für Wehr-Pflicht: Bin für Wehrpflicht, das ist in einem Alter, in dem man Pflichten übernehmen sollte. Für mich kam Möglichkeit leider zu spät.



 

 

Werner Tomanek (50), "Esti"-Anwalt

Für Wehr-Pflicht: Wehrpflicht schadet wirklich niemandem. Doch aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes sollten auch Frauen eingezogen werden.

Norbert Blecha (62), Filmproduzent.

Für Wehr-Pflicht: Bin für Wehrpflicht, war selbst beim Heer. Das schadet keinem, man lernt Disziplin. Aber es muss eine Reform geben.


 

 

Karl Schlögl (57), Ex-SP-Innenminister Bürgermeister.

Für Wehr-Pflicht: Altbewährtes wie die Wehrpflicht und die Neutralität sollte man nicht achtlos über Bord werfen.

Manfred Deix (63), Karikaturist.

Für Profi-Heer: Ich bin gegen Militarismus. Wer das mag, soll das tun, aber ohne mich – und sicherlich, ohne gezwungen zu werden.

 

 

Christian Harisch (45), Hotelier.

Für Wehr-Pflicht: Ich bin für die Wehrpflicht. Wer soll bei Katastrophen aushelfen? Außerdem: Ich glaube nicht, dass ein Berufssoldat den Hahnenkamm treten würde.
 

 

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Zahlreiche Zuschauer wollten sich auch aktiv an der Diskussion beteiligen. Mehr als 1.500 Telefonanrufer hielten den ORF-Kundendienst auf Trab und via Social-Media-Angeboten wie Facebook und Twitter nutzten weitere 4.500 Österreicher die Möglichkeit, mitzureden, wie der ORF am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte. Für ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz war das Bürgerforum vom Dienstag "öffentlich-rechtliches Fernsehen in Höchstform". Der starke Zuschauerzuspruch sei für den ORF "ein Auftrag, auch in den verbleibenden Tagen bis zum 20. Jänner in allen Medien umfassend und ausgewogen über das Thema 'Volksbefragung' zu informieren".

Zentrale Aufgabe des ORF sei es, zu informieren und ebenso kritisch wie äquidistant zu hinterfragen - und dies erfülle der ORF in bester Qualität, ist ORF-TV-Direktorin Kathrin Zechner nicht zuletzt angesichts der Sendung überzeugt. "Dieser unabhängige und objektive Journalismus ist in einem Wahljahr ein Wert, den die Bürgerinnen und Bürger zu schätzen wissen."

Auch im Privat-TV ist die Frage Berufsheer oder Wehrpflicht in den nächsten Tagen immer wieder Thema. Am Donnerstag diskutieren Militärexperte Gerald Karner, Politikwissenschaftler Carlo Masala, "Kleine Zeitung"-Chefredakteurin Eva Weissenberger, der ehemalige IV-Präsident Veit Sorger und Erwin Hameseder, Vorstandschef der Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien, um 21.15 Uhr auf Servus TV über die Frage "Wohin marschiert das Bundesheer". Im ORF geht es am Sonntag mit einer Doppel-Pressestunde weiter. Nacheinander werden zunächst Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) und dann Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) von ORF- und Printjournalisten in die verbale Zange genommen. "Im Zentrum" bietet am Sonntagabend um 22.00 Uhr die Bühne für Exponenten der jeweiligen Komitees, Experten und Präsenzdiener.

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