Schwarze Front für Reichensteuer wächst

ÖSTERREICH

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Schwarze Front für Reichensteuer wächst

„Wir haben seit Jahren eine Verschiebung weg von Arbeitseinkommen hin zu arbeitslosem Einkommen aus Vermögen. Trotzdem besteuern wir im Kern Lohn und Einkommen. Der Bereich gehört entlastet“, sagt Salzburgs ÖVP-Chef Wilfried Haslauer gegenüber ÖSTERREICH.

VP beantragt Steuer
Hintergrund: Am Mittwoch hatte die Salzburger VP im Landtag beantragt, die Bundesregierung möge sich für EU-weite Finanztransaktionssteuern einzusetzen und – für eine Steuer von 25 Prozent auf Gewinne aus Aktienverkäufen. Bisher ist nur eine Abgabe fällig, wenn Kauf und Verkauf innerhalb eines Jahres erfolgt.

Rat an Pröll
Bundesparteichef Josef Pröll war nicht begeistert vom Vorstoß der Salzburger. Doch Haslauer sagt: „Es werden enorme Summen in die Hand genommen, um die Wirtschaft aufzufangen. Da wird natürlich diskutiert, wer das zahlen soll. Das ist ein Beitrag aus Salzburg, wie die Diskussion zu konstruktiven Ergebnissen führen kann. Denn die SPÖ hat in ihrem Antrag die Anhebung des Spitzensteuersatzes gefordert. Doch dann haben sie unseren unterstützt und ihren zurück gezogen.“

Schwarze AK-Chefs gegen Pröll
Auch Tirols streitbarer AK-Chef Erwin Zangerl will mehr Verteilungsgerechtigkeit: „Wenn man die zusätzlichen Staatsschulden nicht auf Kosten von Sozialleistungen abbauen will, wird das nur über die Ausgabenseite nicht möglich sein.“ Weiter geht Vorarlbergs schwarzer AK-Chef Hubert Hämmerle: „Wir haben schon vor eineinhalb Jahren eine Belastung von Vermögen zugunsten einer Entlastung von Arbeit gefordert. Das reicht bis hin zu einer Vermögenssteuer mit einer Freigrenze von 700.000 Euro“. Dass er damit nicht auf der Linie seines Parteichefs liegt, quittiert Hämmerle via ÖSTERREICH so: „Ich habe als AK-Präsident nicht die ÖVP-Linie zu vertreten, sondern in erster Linie die Arbeitnehmer.“

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