Strache in der FPÖ unter Beschuss Strache in der FPÖ unter Beschuss

Angeschlagen

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Strache in der FPÖ unter Beschuss

Bereits am Wahlabend wirkte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auffallend angeschlagen: Sein Gesicht war eingefallen, die Mimik starr und die Augen fiebrig. Was ist los mit dem FPÖ-Chef, fragt sich nun aber vor allem die eigene Partei.

Zwar hatte sich Strache – wie berichtet – nie über die Kandidatur von Barbara Rosenkranz gefreut. Dass sie aber so klar unter 20 Prozent liegt, schadet Strache nun innerparteilich stärker, als er vermutet hatte.

Seine Pläne, die FPÖ nun umzubauen und die blaue Macht endgültig an sich zu reißen, geraten gehörig ins Wanken. Denn jetzt gibt es erstmals offene Kritik am FPÖ-Chef durch die eigenen Leute. FPÖ-EU-Mandatar Andreas Mölzer etwa fand die FP-Wahlkampflinie verfehlt.

FPÖ: "Das hätte Strache nicht passieren dürfen“
Noch schärfer und eindeutiger ist der Chef des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, Fritz Amann: „Dass man in der Strategie so danebenliegt wie Strache, dürfte einem Mann in seiner Position nicht passieren. Die rechtslastige Rosenkranz aufzustellen, war ein Fehler.“

Starker Tobak für Strache. Vor allem, da Amann mit dieser Meinung bei weitem nicht alleine steht: Die Salzburger FPÖ zeigt sich ebenso kritisch wie auch das Kärntner FPK. Dort zeigt man sich hinter den Kulissen freilich erfreut, dass „wieder einmal klar wurde, dass wir die Stärksten in der FPÖ sind“. Tatsächlich kam Rosenkranz nur in Kärnten auf über 20 Prozent.

Strache befindet sich damit im Visier von gleich zwei zerstrittenen Lagern innerhalb der FPÖ: Jenen, die wie Amann auf Jörg-Haider-Populismus setzen wollen. Und der Hardliner-Gruppe um FP-Nationalratspräsident Martin Graf, die für eine „rechtslastige“ Politik steht. Strache will sich mit der zweiten Gruppe anlegen. Der Kampf gegen seine einstigen eigenen Förderer dürfte ihn "viel an Substanz kosten“, wie ein Vertrauter berichtet. Zudem geht Strache drei Mal die Woche trainieren, um wieder abzunehmen, und zieht weiter durch die Disco-Szene. Und dabei wird die FPÖ-interne Schlacht jetzt erst so richtig brutal...

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