08. September 2012 21:58
Keine Frage, er meint es ernst. Milliardär und Polit-Newcomer Frank Stronach will tatsächlich die ÖBB kaufen. Was als vermeintlicher Gag begann, mauserte sich binnen Kurzem zum ernsthaft diskutierten Szenario. Zur Erinnerung: ÖVP-Chef Michael Spindelegger hatte im ORF-Sommergespräch am Montag den Vorschlag geäußert, Stronach möge doch die ÖBB erwerben und sanieren. Der so Adressierte sagte per Mail aus Kanada prompt zu – und konkretisiert jetzt im ÖSTERREICH-Interview: „Es ist mir damit sehr ernst. Ich wurde von Vizekanzler Spindelegger herausgefordert. Diese Herausforderung nehme ich gerne an.“
„Alles durchleuchten.“ Die nächsten Schritte: Er sei bereit, die ÖBB „zu durchleuchten, mir die Strukturen anzuschauen“. Überall, wo die Regierung mitmische, gebe es Verluste. Damit will Stronach aufräumen – eben auch bei der Bahn, und zwar mit seinem „privaten Geld“. Sein Vermögen wird auf 1,5 Mrd. Euro geschätzt – ambitioniert, damit die mit 17,5 Mrd. Euro verschuldeten ÖBB übernehmen zu wollen.
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
NiesnerFTP-MagnaRapidNiL08.jpg
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Stronach: Seine besten Bilder
Fekter will Details. SP-Verkehrsministerin Doris Bures betont indes, die ÖBB stünden nicht zum Verkauf. Finanzministerin Maria Fekter (V) sagt, eine Teilprivatisierung der ÖBB sei seit jeher ÖVP-Position. Dass Stronach da jetzt aufspringe, „belebt die Debatte“. Fekter will von Stronach aber erst Details sehen. Bahnchef Christian Kern stößt die ganze Diskussion sauer auf. Die ÖBB seien kein wirtschaftliches Desaster, würden 2013 schwarze Zahlen schreiben.

ÖSTERREICH: Wie ernst ist es Ihnen, die ÖBB zu sanieren?
Frank Stronach: Sehr ernst. Ich wurde von Vizekanzler Spindelegger herausgefordert. Diese Herausforderung nehme ich gerne an. Die ÖBB ist ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil Österreichs. Aber Fakt ist, dass die ÖBB sehr viel Geld verliert. Man muss sich fragen, warum?
ÖSTERREICH: Was glauben Sie?
Stronach: Dazu müsste ich mir die Hintergründe genauer anschauen. Ich habe gewisse Vorstellungen, aber ich will nicht aus der Hüfte schießen. Ich bin bereit, die ÖBB zu durchleuchten, mir die Strukturen anzuschauen, um gute Vorschläge zur Sanierung zu bringen. Mir geht es nicht nur um Teile der ÖBB, wie den Güterverkehr, man muss sich das ganze Unternehmen anschauen.
ÖSTERREICH: Verkehrsministerin Doris Bures sagt, die ÖBB seien nicht zu verkaufen.
Stronach: Überall wo die Regierung mitmischt, gibt es Verluste. Durch die Verluste müssen die Bürger mehr Steuern zahlen. Der Staat selbst hat ja kein Geld. Nur das, was er den Bürgern wegnimmt.
ÖSTERREICH: Sind die ÖBB überhaupt zu retten?
Stronach: Alles ist sanierbar. Es geht nicht nur um die ÖBB, ganz Österreich muss saniert werden. Das ist eine schöne Aufgabe. Das Wichtigste ist, dass die Strukturen passen. Der Güterverkehr, der Personentransport, die ÖBB ist für Österreich wichtig, um die Straßen zu entlasten.
ÖSTERREICH: Ist eine Kooperation Bahn und Magna denkbar?
Stronach: Das Angebot hat nichts mit Magna zu tun. Das ist mir wirklich ein persönliches Anliegen. Für die Rettung der ÖBB bin ich bereit, privates Geld herzugeben.
Walter Unterweger
Fekter: »Skeptisch, ob er der Richtige ist«

ÖSTERREICH: Was halten Sie davon, die ÖBB an Frank Stronach zu verkaufen?
Maria Fekter: Dass es Sinn macht, sich um einen strategischen Partner oder eine Teilprivatisierung für die ÖBB zu bemühen, war immer die Position der ÖVP. Dass Herr Stronach da jetzt aufspringt, belebt die Debatte. Er muss aber erst einmal Details liefern, wie er sich das vorstellt.
ÖSTERREICH: Denkbar wäre es also?
Fekter: Ich bin skeptisch, ob es Stronach nur um die Förderungen und staatlichen Zuschüsse für die ÖBB geht. Er hat bei seinen Engagements immer hohe staatliche Unterstützung in Anspruch genommen – damit natürlich auch Arbeitsplätze geschaffen. Aber ein ÖBB-Verkauf macht nur Sinn, wenn er die Steuerzahler entlastet.
ÖSTERREICH: Welche Teile der ÖBB könnten privatisiert werden?
Fekter: Für das operative Geschäft kann ich mir das vorstellen. Dort gibt es Unzulänglichkeiten. Es geht ja auch um die Versorgung der Österreicher mit öffentlichem Verkehrsangebot. Dafür muss der Steuerzahler tief in die Tasche greifen. Vielleicht könnte das ein Dritter günstiger anbieten. Ob Stronach der Richtige ist – da bin ich skeptisch, solange ich seine Pläne nicht kenne.
ÖSTERREICH: Aber die Schieneninfrastruktur wird nicht verkauft?
Fekter: Nein – die reine Infrastruktur sollten wir in die ÖIAG hineingeben.
A. Sellner
Das wäre neu, ich sehe keinen Profit bei der OeBB.
Selbstverständlich machen die jetzt seit 2 Quartalen Gewinn, aber doch nur weil die Subventionen reichlich fliessen und diese Subventionen werden als Erträge bilanziert.
Je nach Betrachtungsweise werden unterschiedliche Beträge bei den staatlichen Hilfen genannt, von 2,3 Mrd. EURO bis 7,0 Mrd. Diese gewaltige Differenz resultiert aus Einzelposten wie z.B. ÖeBB-typische Frühpensionen oder die zusätzlichen Subventionen für die Energieversorger der OeBB usw.
Ich finde es übrigens überhaupt nicht ehrenrührig, dass Gelder an die OeBB gehen - nirgendwo auf dieser Welt gibt es gewinnbringende Bahnunternehmen. Diese haben nun einmal eine soziale Verpflichtung und das kostet eben Geld. Der Auftrag an die Bahn ist sozial gleich notwendig wie die die Müllabfuhr, Pensionen oder die Sozialhilfe - nur da redet keiner über die Defizite!
Vollkommen richtig ist, dass die Bahnen nicht in Privathände gehören - und wenn dann nur kleine Teilbereiche - genau wie bei der Altersversorgung eben als Ergänzung. Egal wo man weltweit schaut, es gab keine erfolgreiche Privatisierung der Bahnen! Evtl. Gewinnnachweise sind nichts als Augenwischerei, weil zumindest die Infrastruktur an Schienen, Energie- und Kommunikationsversorgung IMMER defizitär war und beim Staat verblieb. Die Privatisierungen betrafen ausschl. (zumindest ist mir keine Ausnahme bekannt) den reinen Personenverkehr, evtl. incl. Transportmittel (Wagen und Loks) und manchmal auch den Güterverkehr.
Stronach kann es offensichtlich nicht verkraften, dass die Biologie die Finanz besiegt und kann doch den Naturgesetzen nicht trotzen.
Stronach möchte noch etwas bewegen, sich ein Denkmal setzen oder was weiß ich - die Uhr tickt und er steht bald vor einer höheren Gewalt und möchte das Unausweichliche doch nicht akzeptieren.
Sein Verhalten ist menschlich und psychologisch verständlich, doch die Erde wird sich auch nach seiner Existenz weiterdrehen und auch das Sonnensystem wird in der Milchstraße seine Kreise ziehen - ein lässliches Staubkorn in universeller Betrachtungsweise.
Sich täglich SO im Spiegel zu sehen tut weh-gell (fg)
..ist schon eigenartig...
aber eines möchte ich wissen - wie die ÖBB - die (17.5 mrd) - bis nächstes jahr abbauen kann, woher nehmen sie plötzlich, die mrd ?? wäre schon interessant....
wenn sich die leute so aufregen, was ist mit telecom, OMV,ORF etc....? die wurden auch (teil)privatisiert....sowie auch die wr. linie oder stadwerke (wo der staat 51% hält) gibt es allerdings betreiber - den VERBUND...also, was ist dagegen zu sagen?
bures tut ja so, als würde die bahn ihr eigentum sein...ausser das die schulden immer größer werden und das budget belasten, gibts nix positives zu berichten....
stronach muss man ja nicht die komplette ÖBB geben..., es kann ja auch teile ausgelagert werden und der staat noch immer über 50% halten....
stronach endlich einer mit wirtschaftskompetenz………………………………….
er wird in die geschichtsbücher eingehen seine thesen werden an den uni’s gelehrt….
ER IST DER ERSTE FRÄCHTER DER SICH DIE STRASSE SELBER BAUT……….
dann wird er eine kleinere bahngesellschaft gründen oder die westbahn zukaufen um mit dieser die öbb uraltverträge kostengünstig mittels betriebsübergang like aua loszuwerden. an der politisch hilfe ist nicht zu zweifeln, besonders wenn er sein vorhaben in die politik zu gehen auch noch wahrnimmt
... tja blöd is der franz strohsack nicht ...
* die Kosten + menschliche Verluste (Unfälle + Folgekosten) des Strassenverkehrs berücksichtigen,
* die Erhaltung der Infrastruktur herausrechnen (Weil diese auch nach der Privatisierung beim Staat liegen) und
* die Privilegien des SPÖ-Klientels herausrechnen (Auch diese müssen nachher vom Staat bezahlt werden, wie auch die ÖVP-Günstlinge).
Unterm Strich ist es so, dass ein Verkauf seit 2011 nur noch Reichen Menschen nützt und den Staat schwächt (Jährliche Gewinne gehen in private Hände und oben genannte Verluste hängt man dem Staat wieder über das Konstrukt der ÖIAG um).
Durch die ÖVP vorangetriebene Privatisierungsgeschäfte der Vergangenheit beweisen dies:
* Austria Tabak
==>Die Menschen rauchen noch, die Zigaretten werden vollständig im Ausland hergestellt.
* Verkauf der BIG
==>Gutachter/Private wurden reich, die Menschen zahlen nun mehr Miete.
* Verkauf der Post/Telekom
==>Post: Nonaned werden immer noch physische Güter verschickt
==>Telekom: Der reichste Mann der Welt Carlos Slim kauft das Staatseigentum (Infrastruktur, welche der Österreicher bezahlt hat!!!), nun wird nichts mehr investiert sondern alles ausgelutscht (DSL ausserhalb der Ballungsgebiete funktioniert sehr schlecht.
* ...
Die meisten OE24-Leser werden eher zu den Einkommensschwachen zählen, von daher solltet ihr euch überlegen was ihr euch wünscht ... und ja, das V bei ÖVP steht nicht für „Volk“ sondern für „Vermögende“.
Es gilt die Unschuldsver.... ach scheiß drauf. Korruptes Pack!
Sein Wahlgag, ÖBB an Stronach, war nur kurzfristig. Stronach spielt mit, weil ihm dadurch eine großartige Wahlarena durch die ÖVP geboten wurde. Spindelegger wird jede Stimme bereuen, die anstelle an ÖVP an den politische Newcomer Stronach geht.
wie will die ÖBB - mit 17,5 mrd. im jahr 2013 - schwarze zahlen schreiben?
wie und woher soll diese saniert werden ohne unterstützung und subventionen vom staat??? bei den anderen, wie der post, omv oder telecom, funktioniert das auch?
so müssen aus steuergelder die schulden - für die ÖBB - (17,5 Mrd.) bezahlt werden....also, ist es eine gute idee, wenn stronach einen teil der öbb saniert....statt, WIR!
Spindelegger der Kasperl und Stronach spielt Krokodil.
Der ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanler Dr. Spindelegger empfiehlt Stronach, die ÖBB zu kaufen, damit dieser Österreich etwas gutes tut. Stronach erklärt sich bereit, die ÖBB zu kaufen und plötzlich spießt es sich. Die Verkehrsministerin winkt ganz ab und meint strikte, daß die defizitäre Bahn gar nicht zu kaufen sei. Die müßten doch heilfroh sein, wenn sie dieses schwer defizitäre Unternehmen ÖBB anbringen könnten.
Ach so, bei den ÖBB sind 99% SPÖ-ler beschäftigt.
Gehen da Parteiinteresssen vor Staatsinteressen???
Er folgt einen nach, der schon lange dort ist.