Swingerclub bringt Wiener FPÖ zum Dichten

Skandal um Secession

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Swingerclub bringt Wiener FPÖ zum Dichten

Alles kann, nichts muss: Getreu diesem bekannten Swingerclub-Motto hat die Wiener FPÖ in der Diskussion um die Einrichtung eines entsprechenden Etablissements in den Räumlichkeiten der Secession ein ungewöhnliches Mittel bemüht. In einer Aussendung zeigte sich der Partei-Pressedienst am Freitag von der Muse geküsst, griff zur Dichterfeder und adressierte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S): "Der Mailath ist ein schlimmer Bub und fördert einen Swingerclub! Er dürfte nicht ganz richtig ticken, 90.000 nur für's ...?"

"Wenn das Kunst ist - dann gute Nacht"
Geschlechtergerecht kam auch Finanzstadträtin Renate Brauner (S) in der Swingerclub-Causa zum Handkuss: "Der Mailath swingt, die Brauner lacht - wenn das ist Kunst - dann gute Nacht!" Und auch SP-Bürgermeister Michael Häupl blieb nicht verschont von der freiheitlichen Poesie: "Während alte Leute frieren, lässt Häupl schwitzend kopulieren."

Anlass der ungewohnten Aussendung unter dem lyrischen Titel "Orgien und Gruppensex, der Wiener Steuerzahler peckt's" war die launige Diskussion im Wiener Gemeinderat zur Swinger-Thematik, die von der FPÖ in der Fragestunde und mit einer Dringlichen Anfragen initiiert wurde. Während die SPÖ vornehmlich der Freiheit der Kunst die Stange hielt, wies FPÖ-Mandatar Gerald Ebinger den Vorwurf von sich, die Aktion des Schweizer Künstlers Christoph Büchel werde nur von den Freiheitlichen als Skandal gesehen: "Es sind nicht nur wir, die sabbern wie ein Pawlowscher Hund."

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