Umfrage: Kanzler legt zu, ÖVP verliert

Fünf Wochen vor Wahl

Umfrage: Kanzler legt zu, ÖVP verliert

Sensationelle Ergebnisse der brandaktuellen ÖSTERREICH-Gallup-Umfrage: Etwas mehr als fünf Wochen vor der Nationalratswahl ist die ÖVP trotz oder gerade wegen ihres aggressiven Wahlkampfs im Sinkflug – die Mehrheit glaubt an einen SPÖ-Sieg. Die Details:
Schon vier Prozentpunkte zwischen SPÖ und ÖVP
Sonntagsfrage. Wäre am kommenden Sonntag Wahl, käme die SPÖ auf 28 % – gleich viel wie bei der letzen Erhebung vor zwei Wochen. Die ÖVP verliert leicht und liegt jetzt schon vier Punkte hinter der SPÖ. Die Strache-FPÖ kann sich wieder auf 18 % erholen, die Grünen geben um einen Prozentpunkt nach und sind jetzt bei 15 %. Frank Stronach würde mit 9 % als fünfte Partei klar ins Parlament einziehen – alle anderen Parteien, auch das BZÖ, wären draußen.

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(c) TZ ÖSTERREICH

■ Kanzlerfrage. Hier legt SPÖ-Chef Werner Faymann einen Prozentpunkt zu, auch Herausforderer ÖVP-Chef Michael Spindelegger kann sich etwas von FPÖ-Chef Strache absetzen. Eva Glawischnig (Grüne) fällt zurück.

Umfrage: Wen würden Sie wählen, wenn Sie den Kanzler direkt bestimmen können?:

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■ Wer wird gewinnen? Geradezu sensationell die Antwort auf die Frage, wer die Wahl gewinnt: Eine relative Mehrheit von 39 % traut der SPÖ und Faymann am 29. September einen Wahlsieg zu. Die ÖVP kommt da nur auf 14 % – und nur 23 % wollen sich noch nicht entscheiden.

Nacktwahlkampf nützt Stronach und FPÖ nicht
■ Mehrheit skeptisch. Gallup befragte die Österreicher auch nach ihrer Meinung zum „FKK-Wahlkampf“ von Frank Stronach und Heinz-Christian Strache. Überraschend: Die Muckis des FPÖ-Chefs und der halb nackte Frank schadet – sagen immerhin 75 Prozent.

SPÖ & ÖVP: Match um Kern-Klientel
Die SPÖ stabilisiert laut aktueller Gallup-Umfrage ihre Poleposition klar. Ab jetzt wird daher der „Klassenkampf brutal“ zwischen den Regierungsparteien eröffnet. Und dabei kämpfen Rot und Schwarz hauptsächlich nur noch um ihre Kernklientel. Die SPÖ will so über 30 Prozent erzielen, die ÖVP will so auf Platz eins kommen:

  • l Die SPÖ schart sich hinter der Gewerkschaft. SPÖ-Kanzler Werner Faymann zeigt sich dabei nun demonstrativ mit Gewerkschaftsboss Erich Foglar, mit Eisenbahnern und Arbeitern quer durch das Land.
  • l Die SPÖ wirft der ÖVP nun „Raubtierkapitalismus“ vor. Und attackiert die Schwarzen, weil diese das Land „schlechtreden“ würden, wie etwa Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, der die Republik als „abgesandelt“ bezeichnet hatte.
  • l Die ÖVP wiederum stellt sich eindeutig auf die Seite der Wirtschaft und „Leistungsträger“. VP-Vizekanzler Michael Spindelegger gibt den „Vati, der aufs Geld aufpasst“, und zeigt sich mit dem Präsidenten der Industriellenvereinigung Georg Kapsch.
  • l Die ÖVP setzt dabei auf „Wachstum, Sparen und Wohlstand“.

Wie SPÖ und ÖVP nun um jede Stimme kämpfen
Die ÖVP beendet 37 Tage vor der Nationalratswahl ihren Feel-good-Wahlkampf und steigt nun in die „aggressivere Phase“ ein, erklären VP-Strategen. Man kämpfe jetzt „um jede Stimme“.

Kanzler Faymann will hingegen seinen staatstragenden Kurs beibehalten und auf allzu scharfe direkte Angriffe gegen die VP verzichten …

Diashow Die Kandidaten der Parteien - Bundesliste

SPÖ, 1. Werner Faymann

SPÖ, 2. Gabriele Heinisch-Hosek

SPÖ, 3. Wolfgang Katzian

SPÖ, 4. Barbara Prammer

SPÖ, 5. Katharina Kucharowits

SPÖ, 6. Laura Rudas

SPÖ, 7. Sabine Oberhauser

SPÖ, 8. Josef Cap

SPÖ, 9. Doris Bures

SPÖ, 10. Norbert Darabos

SPÖ, 11. Claudia Schmied

SPÖ, 12. Rudolf Hundstorfer

ÖVP, 1. Michael Spindelegger

ÖVP, 2. Michaela Steinacker

ÖVP, 3. Sebastian Kurz

ÖVP, 4. Angelika Winzig

ÖVP, 5. Asdin El Habbassi

ÖVP, 6. Andreas Zakotelsky

ÖVP, 7. Dorothea Schittenhelm

ÖVP, 8. Hannes Rauch

ÖVP, 9. Getrude Aubauer

ÖVP, 10. Jakob Auer

ÖVP, 11. Wolfgang Gerstl

ÖVP, 12. Franz Joseph Huainigg

FPÖ, 1. Heinz-Christian Strache

FPÖ, 2. Herbert Kickl

FPÖ, 3. Anneliese Kitzmüller

FPÖ, 4. Dagmar Belakowitsch-Jenewein

FPÖ, 5. Norbert Hofer

FPÖ, 6. Harald Vilimsky

FPÖ, 7. Harald Stefan

FPÖ, 8. Barbara Rosenkranz

FPÖ, 9. Reinhard Bösch

FPÖ, 10. Veronika Matiasek

FPÖ, 11. Werner Neubauer

FPÖ, 12. Gernot Darmann

Die Grünen, 1. Eva Glawischnig

Die Grünen, 2. Werner Kogler

Die Grünen, 3. Gabi Moser

Die Grünen, 4. Peter Pilz

Die Grünen, 5. Christiane Brunner

Die Grünen, 6. Sigrid Maurer

Die Grünen, 7. Bruno Rossmann

Die Grünen, 8. Julian Schmid

Die Grünen, 9. Helene Jarmer

Die Grünen, 10. Georg Bürstmayr

Die Grünen, 11. Lara Köck

Die Grünen, 12. Marco Schreuder

BZÖ, 1. Josef Bucher

BZÖ, 2. Markus Fauland

BZÖ, 3. Michaela Hatvan

BZÖ, 4. Alexander Scheer

BZÖ, 5. Heidrun Tscharnutter

BZÖ, 6. Rainer Widmann

BZÖ, 7. Thomas Publig

BZÖ, 8. Maria Hafele

BZÖ, 9. Sigisbert Dolinschek

BZÖ, 10. Silvia Barones

BZÖ, 11. Wolfgang Spadiut

BZÖ, 12. Kurt List

Team Stronach, 1. Frank Stronach

Team Stronach, 2. Kathrin Nachbaur

Team Stronach, 3. Monika Lindner

Monika Lindner hat nach der Frist für die Zusammenstellung der Bundesliste bekannt gegeben, doch nicht fürs Team Stronach kandidieren zu wollen. Da die Liste nachträglich nicht geändert werden kann, steht Lindner noch zur Wahl. Sie kann aber nach der Wahl auf ihr Mandat verzichten oder als "wilde" Abgeordnete in den Nationalrat einziehen.

Team Stronach, 4. Georg Vetter

Team Stronach, 5. Christoph Hagen

Team Stronach, 6. Marcus Franz

Team Stronach, 7. Ulla Weigerstorfer

Team Stronach, 8. Rouven Ertlschweiger

Team Stronach, 9. Renate Heiser-Fischer

Team Stronach, 10. Darinka Hrnjez

Team Stronach, 11. Sylvia Youssef

Team Stronach, 12. Jessi Lintl

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