Ungarn-Kritik an VdB wegen Soros-Aussage

Scharfe Kritik

Ungarn-Kritik an VdB wegen Soros-Aussage

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen wegen den jüngsten Aussagen über den ungarischstämmigen US-Milliardär George Soros scharf kritisiert. Van der Bellen stelle sich auf die Seite von Soros und Migranten, zitierte die ungarische Nachrichtenagentur MTI Szijjarto am Sonntagabend. Der Bundespräsident wolle ein "mit Migranten überflutetes Österreich".

Szijjarto reagierte damit auf ein aktuelles "profil"-Interview, in dem Van der Bellen Soros als Vertreter der Zivilgesellschaft und einen Philanthropen bezeichnet, der Millionen in Universitäten und demokratiefördernde NGOs stecke. Die Kritik an Soros, er würde "Migrantenströme nach Europa unterstützen", ist nach Ansicht Van der Bellens "völlig verfehlt".

Van der Bellen irre sich

Van der Bellen würde sich "irren", so Szijjarto, denn Soros vertrete nicht die europäischen Menschen, sondern die Migranten und vor allem seine eigenen Interessen. "So sind Spekulanten", stellte der Außenminister fest und betonte: Die ungarische Regierung schütze Ungarn vor Soros, denn dieser würde "Migranten, Chaos und Zerstörung hinterlassen".

Die rechtskonservative ungarische Regierung unter Premier Viktor Orban fährt eine Kampagne gegen den Liberalen Soros. Orban vertritt das Modell einer so bezeichneten "illiberalen Demokratie". FPÖ-Klubobmann Gudenus hatte jüngst in Unterstützung der Orban-Regierung gegen Soros erklärt, es gebe "stichhaltige Gerüchte", wonach Soros daran beteiligt sei, "Migrantenströme nach Europa zu unterstützen". Van der Bellen nannte die Aussagen von Gudenus im "profil" "einfach lächerlich".

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