Berg-Drama

Zwei Lawinen in Salzburg fordern fünf Todesopfer

Fünf Menschen sind am Samstagnachmittag bei zwei Lawinenabgängen im Salzburger Pongau ums Leben gekommen.  

Das erste Schneebrett löste sich in Bad Hofgastein kurz nach Mittag im Bereich der "Schmugglerscharte" auf 2.200 Metern Seehöhe. 

Vor den Augen ihres Gatten 

Eine Skitourengeherin wurde vor den Augen ihres Gatten im freien Gelände verschüttet. Sie konnte nur noch tot geborgen werden. Nur eineinhalb Stunden später löste sich im Gasteinertal eine Lawine, die vier Tourengeher tötete. 

Im Bereich "Finsterkopf" im Großarltal  

Wie die Salzburger Bergrettung in einer Presseaussendung am Samstag bekannt gab, riss das zweite Schneebrett im Bereich "Finsterkopf" im Großarltal gegen 14.00 Uhr insgesamt sieben Alpinisten mit sich. Einer überstand das Unglück ohne Blessuren, die anderen beiden überlebten mit schweren und leichten Verletzungen. Es standen unter anderem vier Rettungshubschrauber, die Hundestaffel der Bergrettung und des Roten Kreuzes sowie sechs Mitglieder des Kriseninterventionsteams im Einsatz.

Zahlreiche Lawinenabgänge

"Trotz klarer und mehrfacher Warnungen kam es heute erneut zu zahlreichen Lawinenabgängen - leider mit tödlichem Ausgang. Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist", erklärte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser, in der Presseaussendung.

Hüttschlag am Plattenkoge 

Zur Mittagszeit wurden im Pongau weitere Lawinen von Wintersportlern ausgelöst. In Hüttschlag am Plattenkogel und in Großarl am Frauenkogel gingen Schneebretter ins Tal. Dabei sind aber keine Personen verletzt worden.

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