Wahljahr: Umfrage zeigt Erdbeben

Erste Trends

Wahljahr: Umfrage zeigt Erdbeben

Damit hat niemand gerechnet: Obwohl die SPÖ die Heeres-Volksbefragung offenbar verlieren dürfte, legt sie jetzt in den Umfragen kräftig zu.

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Wäre heute Nationalratswahl, würde die SPÖ bereits 28 % erreichen – die ÖVP hält sich stabil bei 23 %.

Die Strache-FPÖ dagegen kommt nicht aus der Krise, fällt auf 20 % zurück. Stronach stabilisiert sich bei 10 %, legt aber nicht weiter zu.

Im Polit-Barometer kommt Faymann aus der Krise
Im Polit-Barometer der Parteichefs kommt Kanzler Faymann dank Heeres-Wahlkampf offenbar aus dem monatelangen Tief.

Er legt 5 % zu, hat im Saldo zu Spindelegger aufgeschlossen – freilich auf tiefem Niveau von minus 19 %.

Nur 27 % der Österreicher haben von Faymann eine positive Meinung, 46 % sehen ihn negativ. In Deutschland sehen Kanzlerin Merkel 65 % positiv.

Faymanns Trost: Die Opposition liegt noch schlechter. 60 % sehen HC Strache negativ und schon 57 % haben eine negative Meinung von Frank Stronach.

Der Milliardär hat in den letzten Wochen von allen am stärksten verloren.

Klares 48:40 für die Wehrpflicht

Eine Woche vor der Heeres-Volksbefragung deutet alles auf einen klaren Sieg der Wehrpflicht-Befürworter hin.
Laut Gallup sind derzeit 48 % aller Österreicher für die Beibehaltung der Wehrpflicht, nur 40 % für ein Profi-Heer und Sozialdienst.

42 % aller Österreicher wollen laut Gallup „sicher“ zur Volksbefragung gehen.

Würde man nur die Umfrage-Daten jener hochrechnen, die „sicher“ zur Abstimmung gehen – primär Ältere über 50, Männer und Landbewohner – dann wäre sogar ein Erdrutschsieg für die Wehrpflicht von 58 % zu 42 % zu erwarten.

In Wien steht es schon 50 % zu 36 % für Berufsheer
Allerdings: In Wien hat sich der Trend völlig gedreht. Die Wiener sind erstmals mit 50 % zu 36 % klar für das Profi-Heer. In NÖ ist das Ergebnis mit 58 % zu 32 % für die Wehrpflicht konträr.

Sollte der Wiener Trend auf NÖ überspringen, ist das Rennen völlig offen.
Denn noch sind 12 % unentschlossen: primär Frauen, Junge und Städter – also Profiheer-Befürworter.

Zielgruppen im Detail: Wer ist wofür? 1/12
Männer Wehrpflicht: 48 %Profi-Heer: 43 %unentschlossen: 9 %
Frauen Wehrpflicht: 48 %Profi-Heer: 38 %unentschlossen: 14 %
Unter 30 Jahre Wehrpflicht: 49 %Profi-Heer: 36 %unentschlossen: 15 %
Studenten Wehrpflicht: 27 %Profi-Heer: 64 %unentschlossen: 9 %
30–50 Jahre Wehrpflicht: 49 %Profi-Heer: 43 % 8 %
Über 50 Jahre Wehrpflicht: 46 %Profi-Heer: 40 %unentschlossen: 14 %
Pensionisten Wehrpflicht: 46 %Profi-Heer: 38 %unentschlossen: 16 %
Hausfrauen Wehrpflicht: 49 %Profi-Heer: 46 %unentschlossen: 5 %
Arbeiter Wehrpflicht: 62 %Profi-Heer: 32 %unentschlossen: 6 %
Leitende Ang. Wehrpflicht: 30 %Profi-Heer: 60 %unentschlossen: 10 %
Wien Wehrpflicht: 36 %Profi-Heer: 50 %unentschlossen: 14 %
Wehrpflicht: 58 %Profi-Heer: 32 %unentschlossen: 10 %

NÖ-Wahl: Pröll knapp vor Absoluter

Die Gallup-Umfrage zur NÖ-Wahl am 3. 3. zeigt ein überraschendes Bild: Landeskaiser Pröll ist trotz neuer Konkurrenz hauchknapp an der absoluten Mehrheit: Er liegt bei 48 % – das könnte nach der Wahl-Arithmetik reichen. Zusätzlich hat Pröll sensationelle Zustimmungswerte:

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64 % sind mit seiner Arbeit zufrieden, 52 % bewerten ihn positiv, über 60 % würden ihn als LH direkt wählen.
Stronach überholt FPÖ. Sensationell ist der erste Gallup-Umfragewert für Stronach.

„Fränk“ würde in Niederösterreich derzeit die FPÖ überholen. Laut Gallup würden 10 % Stronach wählen, nur mehr 8 % die FPÖ mit Rosenkranz. Das Ergebnis wäre für Strache ein Debakel.

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Die SP fällt auf nur 24 %, die Grünen legen auf 9 % zu.

Kärnten: SPÖ überholt Dörfler

Im skandalgebeutelten Kärnten könnte am 3. 3. ein Machtwechsel erfolgen.

Laut Gallup hat derzeit die SPÖ mit 33 % einen klaren Vorsprung. Die FPK von Landes-Chef Dörfler fällt nach dieser ersten Gallup-Umfrage auf 25 % zurück – das wäre ein Erdrutsch-Verlust von 19 %.

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Rot-Grün? Die Grünen legen eher bescheiden auf 13 % zu – damit hätte Rot-Grün mit 46 % noch keine Mehrheit.
Sechs im Landtag. Alle 6 Parteien würden laut Gallup den Sprung in den Landtag schaffen.

Stronach käme in Kärnten auf gute 11 % – er liegt damit nur noch knapp hinter der ÖVP, die auf 13 % abstürzen würde.

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Das BZÖ würde mit 5 % haarscharf in den Landtag einziehen – und könnte damit in Kärnten koalitionsentscheidend sein.

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