29. September 2012 18:17

Fischer-Nachfolge 

Präsidenten-Duell: Pröll gegen Burgstaller

SPÖ-Favoritin Barbara Prammer ist aus dem Rennen um die Präsidentschaft, sagen Vertraute.

Präsidenten-Duell: Pröll gegen Burgstaller
© APA

Fischer-Nachfolge. Offiziell hat Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll keine neuerlichen Ambitionen, für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. In der ÖVP gehen die meisten dennoch davon aus, dass „der Erwin es das nächste Mal wissen will“. Dann könnte er sich mit einer „Kollegin“ matchen: In der SPÖ wird nämlich Salzburgs Landeschefin Gabi Burgstaller als heimliche Favoritin für die Nachfolge von Heinz Fischer gehandelt. Parlamentspräsidentin Barbara Prammer, lange Zeit als SPÖ-Bundespräsidentschaftskandidatin im Gespräch, sei hingegen „aus dem Rennen“, berichten SPÖ-Leute. Ihr werden zu wenig Chancen auf einen Sieg zugetraut. Zudem soll sie nicht das Vertrauen von SP-Chef Werner Faymann genießen. Das soll laut einem Faymann-Vertrauten auch für Burgstaller gelten. Diese sei aber in der SPÖ so populär, dass „sie kaum zu verhindern ist, wenn sie antreten will“, sagt ein SPÖ-Spitzenmann. Mit Pröll und Burgstaller würden gleich zwei dem Bund unangenehme Granden um das höchsten Amt im Staat ringen...

Kanzler sagt EU-Asien-Gipfel ab

Eigentlich wollte der Kanzler ja am wichtigen EU-Asien-Gipfel in Laos Anfang November persönlich teilnehmen. Am Donnerstag sagte er nun aber sein Kommen für das November-Treffen wieder ab. Beim ASEM treffen sich die EU-Spitzen mit Regierungschefs asiatischer Länder alle zwei Jahre, um über engere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu konferieren. Wer nun kurzfristig für den Kanzler einspringen wird, ist noch nicht geklärt.

Regierung: Klausur trotz Dauer-Wahlkampf

Grundsätzlich befindet sich die Koalition mit der Heeres-Abstimmung und dem Streit um den U-Ausschuss ja bereits im Dauerwahlkampf. Aber SPÖ-Kanzler Werner Faymann und VP-Vizekanzler Michael Spindelegger wollen trotzdem signalisieren, dass die Koalition weiter arbeite. Daher werden sie ihre Minister und Klubobleute am 9.Anfang November zu einer Regierungsklausur zusammentrommeln. Geht es nach den Schwarzen, soll diese nahe Wiens an nur einem Tag abgehandelt werden. Die Roten sollen dem Vernehmen nach Graz präferieren. Themen: Gesundheits-, Demokratie- und ORF-Reform. Spindel­egger will die Klausur allerdings „ins Zeichen der Wirtschaft stellen“, erklärt er im ÖSTERREICH-Gespräch.

Autor: Isabelle Daniel



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12 Postings
kirsanno meint am 01.10.2012 10:58:15 ANTWORTEN >
Abschaffung des Amtes (X)
ich wäre (GAST) meint am 30.09.2012 22:40:05 ANTWORTEN >
für 3 Wahlmöglichkeiten
- Pröll
- Burgstaller bzw. Prammer
- Abschaffung des Amtes des BP
GerhardM. (GAST) meint am 30.09.2012 17:13:46 ANTWORTEN >
Pröll, Burgstaller, Prammer - drei Gründe mehr, dieses Amt ersatzlos zu streichen!
wofür... (GAST) meint am 30.09.2012 16:30:46 ANTWORTEN >
brauchen wir überhaupt einen bundepräsidenten?
WegmitderEU meint am 30.09.2012 15:02:32 ANTWORTEN >
@ ottone55 meint am 30.09.2012 09:19:32
Was die Politiker Österreich gebracht haben? Womit fangen wir da mal an?
1. die, durch und durch korrupte und inkompetente EU Diktatur
2. Korruptionen auf allen politischen Ebenen
3. Steigende Arbeitslosigkeit
4. Armut
5. Steigende Preise in allen wichtigen Bereichen
6. „Working Poor“ also die totale Ausbeutung der Arbeitskräfte zu einem Hungerlohn
7. Permanent steigende Kriminalität
8. Verblödung der Bevölkerung durch unfähige und stinkfaule Lehrer
9. Verschuldung durch drohende EU Pleite

Da fehlen sicher noch einige Punkte aber das ist mal das was mir so, auf Anhieb, gleich mal einfällt was unsere tollen Politiker uns gebracht haben.
Troldmose meint am 30.09.2012 14:42:31 ANTWORTEN >
Sollte sich Pröll von der ÖVP wirklich kandidieren lassen und Häupl der SPÖ nicht zur Verfügung stehen ist die Sache gelaufen. Ich sehe in der SPÖ sonst niemand mit auch nur einer geringen Chance.
napoleon meint am 30.09.2012 12:40:58 ANTWORTEN >
Ein Bundespräsident als Verwalter der Fehler liebt war dieser Fischer schon immer.
Eine Partei in die Regierung zu nehmen, die ihre Aufgaben nicht machen will, ist ein solcher Fehler.
Wo liegt die Schmerzgrenze für die Kommpromisse?
Wenn Fischer es wollte gibt es keinen Faymann und auch keinen Spindelegger in dieser Regierung.
Demokratie und Parlamentarismus (GAST) meint am 30.09.2012 12:09:51 ANTWORTEN >
Wenn ich die Kommentare so lese denke ich, dass die politische Bildung in den Schulen offenbar total versagt hat. Keine Ahnung von den Aufgaben der Politik, keine Ahnung von den Ämtern und die ständige Verwechslung der Meinungsfreiheit in einer Demokratie mit dem "Gefällt mir" Button in Facebook.
ottone55 meint am 30.09.2012 09:19:32 ANTWORTEN >
Phettberg for President,das was Fischer und all die Politfuzzis können,kann der auch und wenn er nichts kann ist auch gut,.Die können auch nichts was uns weiter bringt.Wenn ich falsch liege,schreibt was Fischer oder ein anderer P.Österreich gebracht hat.
panzer meint am 30.09.2012 08:59:35 ANTWORTEN >
Die Staatsbürgerschaftsverleiherin Burgstaller soll eine Option für das Bundespräsidentenamt sein?

Und den Pröll bekommen sie nur im Holzpyjama vom Landeshauptmannsessel...

Alleinherrscher in einem Bundesland, muß doch was Herrliches sein...

rubikon meint am 30.09.2012 07:30:21 ANTWORTEN >
Bis zur BP-Wahl kann sich noch so viel ändern.
Derzeit wird bestensfalls Kaffeesud-Interpretation betrieben.
no other name available (GAST) meint am 30.09.2012 00:10:00 ANTWORTEN >
Die Burgstaller soll bitte den Faymann ablösen, als Bundespräsidentin ist sie verschenkt. Der Job passt besser zur trutschigen Prammer.

Und der Pröll soll sich bitte endlich ins Ausgedinge begeben und die NÖ'er von sich befreien.
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