Ruth Elsner:

Urteil aufgehoben

© Kernmayer

Ruth Elsner: "Kampf geht weiter"

Das Urteil im Bawag-Prozess, dem größten Wirtschaftsprozess der 2. Republik, weist gravierende Fehler auf. Was für die Bawag-Richterin und heutige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner ein Fiasko ist, bedeutet baldige Freiheit für den Hauptangeklagten Ex-Bawag-Generaldirektor Helmu Elsner, der seit 4 Jahren in U-Haft sitzt. Elsners Ehefrau Ruth nimmt gegenüber ÖSTERREICH erstmals Stellung.

ÖSTERREICH: Frau Elsner, werten Sie die Ergebnisse der Generalprokuratur als Erfolg?
Ruth Elsner: Es ist der erste Erfolg in der langen Geschichte. Dass das Urteil des schweren Betrugs und der Bilanzfälschung aufgehoben wurde, ist ein großer Schritt. Wir werden bei einer Neudurchführung des Verfahrens neue Beweise vorlegen, damit auch die noch weitere Punkt in Bezug auf die Verurteilung wegen Untreue fallen. Unser Kampf geht weiter.
ÖSTERREICH: Wie glauben Sie, wird es nun in den nächsten Wochen weiteregen bis zur OGH-Verhandlung am 22. Dezember?
Elsner: Ich hoffe, dass die U-Haft meines Mannes endlich aufgehoben wird, weil sie auf Grund von falschen Tatsachen beantragt wurde. Außerdem dauert sie unverhältnismäßig zum Strafmaß. Denn der schwere Betrug macht alleine fünf Jahre aus und dieses Urteil laut Generalprokuratur jetzt wegfallen.
ÖSTERREICH: Wie hat ihr Mann die neue Nachricht aufgenommen?
Elsner: Eigentlich gedämpft, denn für ihn müssten auch die Untreue aufgehoben werden. Aber das werden wir, wie gesagt, bei einer Neuverhandlung versuchen zu beweisen.
ÖSTERREICH: Ihr Mann hat wiederholt heftige Kritik an der Prozessführung von Claudia Bandion-Ortner geübt. Sind die Mängel, die nun auflistet werden, eine Genugtuung für Sie?
Elsner: Es bestätigt unsere Meinung nur. Wir haben schon im Vorjahr einen Anzeige wegen Verfahrensmängel gegen Bandion-Ortner und Georg Krakow eingebracht.

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