Uni-Lehrer unterstützen Protest

Solidarität

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Uni-Lehrer unterstützen Protest

Unterstützung von Hochschullehrer-Gewerkschaft und Personalvertretern der Uni Wien erhalten die protestierenden Studenten. "Die Studierenden haben Recht" heißt es in einer Aussendung der Gewerkschaft, die deren Forderungen "in weitem Umfang" unterstützt. Der Aufstand sei "nur mehr eine Frage der Zeit gewesen". Noch weiter geht der Betriebsrat der Universität Wien: Er ersucht alle Bediensteten, die Forderungen der Studenten mitzutragen und sie "bei ihren Protestaktionen zu unterstützen".

Gewerkschaft
Verständnis für die Studenten äußern die Gewerkschafter: Die "Finanznot wird gerade jetzt überall evident, wo viele Hörsäle, Labors und Seminarräume total überfüllt sind, es zu wenige Universitätslehrer und zu wenig Tutoren gibt und der Bolognaprozess für alle sichtbar aus den Universitäten Schulen machte, die vom System her nur mehr Berufsausbildung, aber keine Bildung mehr liefern." Die Ausrichtung nach den Wünschen von Wirtschaft und Industrie sei unvereinbar mit einer wissensgeleiteten Gesellschaft.

Unterstützung
Die Gewerkschafter unterstützen die Forderungen der Studenten nach einer Demokratisierung der Universitäten, genügenden und attraktiven Arbeitsplätzen für Lehre und Forschung, leistungsfördernden Studienbedingungen, zeitgemäß ausgestatteten und vor allem ausreichend vielen Hörsälen, Seminarräumen und Labors, "die auch den österreichischen Sicherheitsregeln entsprechen" sowie der Sicherstellung der Studierbarkeit in Mindeststudienzeit. Eine einmalige Zusatzfinanzierung ersetze nicht die "langjährigen Versäumnisse bei der Finanzierung der Universitäten". Budgeterhöhungen seien nur in gestiegenen Mietkosten, Arbeitgeberabgaben etc. aufgegangen, die nun "vielgerühmten zusätzlichen Mittel der jetzigen Regierung" entsprächen bloß der Inflationsabgeltung, die sieben Jahre lang nicht erfolgt sei.

Ähnlich lautet die Kritik des Uni-Wien-Betriebsrats. Darüber hinaus kritisiert er den Bologna-Prozess, der "für eine dramatische Verschulung der Studien gesorgt, das Wechseln zwischen Universitäten sogar erschwert und die Frage nach dem Nutzen des Bakkalaureats offen gelassen hat".

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