Wie lange schauen wir dem Terror noch wehrlos zu?

Kommentar von Wolfgang Fellner

© ÖSTERREICH

Wie lange schauen wir dem Terror noch wehrlos zu?

Wie konnte das passieren?

Da feiert die belgische Polizei die Verhaftung des Paris-Attentäters, Salah Abdeslam, wie einen Sieg; da spricht der Polizei-Chef von "wichtigen Erkenntnissen" bei dessen Einvernahme; da fallen der Polizei bei Razzien in Terroristen-Wohnungen zahllose Handys und Unterlagen in die Hände; und da übergibt ein IS-Überläufer eine Liste mit künftigen Attentätern an unsere Behörden...

Und dann das:
Offenbar als Rache für die Abdeslam-Verhaftung starten weitere IS-Attentäter sofort zwei weitere verheerende Terroranschläge - diesmal mitten ins Herz Europas, direkt dort wo Europas Staatschefs bei ihren Rats-Sitzungen landen und wohnen.

Die Attentate von Brüssel sind ein Desaster für Europas Polizei-Behörden, ein Super-GAU für unsere Sicherheit. Sie zeigen: Die IS-Terroristen spielen mit unserer Polizei Katz und Maus - übrigens auch in Österreich, wo zwei Paris-Attentäter offenbar seelenruhig durch Wien-Favoriten spazieren konnten.

Die erste Lehre aus den blutigen Attentaten von Brüssel muss deshalb heissen: Europas Polizei muss im Kampf gegen den Terror viel effizienter und besser werden - weniger bürokratisch, weniger gesetzlich behindert, besser in der Geheimdienst-Arbeit. Derzeit sind wir gegen den Terror wehrlos - das darf nicht sein.

Die zweite Lehre muss ein verstärkter Kampf gegen den IS als solchen sein. Die paar Luftangriffe der USA sind viel zu wenig - die freie Welt muss endlich eine mächtige Einsatz-Truppe aufstellen, die den IS auslöscht. Und zwar komplett. Natürlich können Nato, USA und Russland bei entsprechend gutem Willen sehr rasch mit allen IS-Hochburgen, IS-Strukturen und IS-Armeen aufräumen. Nur: Das muss endlich passieren - und auch politisch gewollt sein. Wie lange schaut die Welt noch zu?

Der dritte Punkt im Kampf gegen den Terror ist der heikelste: Mittlerweile muss die Diskussion erlaubt sein, ob nicht der Islam als solcher in Europa verboten werden sollte. Bei allem Respekt für die Freiheit der Religionen und die vielen friedlichen, sympathischen Anhänger des Islam auch bei uns in Österreich: Die Grenzen zwischen dem friedlichen Islam und dem Terror im Namen des Islam verwischen sich immer mehr. In unseren städtischen Kindergärten. In vielen Moscheen. Da wird Terror gefördert, gepredigt, vorbereitet. So kann und darf es nicht weitergehen.

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