Keine Chance für Panik an Bord

Flugangst

© TK-Krankenkasse

Keine Chance für Panik an Bord

Herzrasen und feuchte Hände beim Einchecken am Airport: Jeder dritte Passagier leidet unter Flugangst (Aviophobie). Und diese ist irrational. Denn statistisch gesehen ist das Flugzeug nach wie vor das sicherste Fortbewegungsmittel.

Ausgeliefert
„Ängste sind selten rational“, bestätigt auch Psychiater Andreas Walter. Beim Fliegen käme neben der mangelnden Bodenhaftung auch das Gefühl des Ausgeliefertseins dazu: „Wir fühlen uns im Allgemeinen unbehaglich, wenn wir keine Kontrolle über eine Situation haben. Oft ist die Flugangst auch mit Klaustrophobie gepaart – bedingt durch die Enge in der Maschine.“

Doch was tun, wenn die Angst mitfliegt? Nicht jedes Urlaubsziel lässt sich per Bahn oder Auto erreichen. „Von Alkohol oder gängigen Beruhigungsmittel, wie Benzodiazepinen, ist abzuraten“, so Walter.

In Kombination mit der trockenen Luft an Bord und dem niedrigen Luftdruck können Alk und Schlaftablette gegenteilige Wirkung entfalten. Von Flugangst Betroffene sollten daher lieber zu pflanzlichen Beruhigungsmitteln oder homöopathischen Präparaten greifen.

Psycho-Hilfe
Gegen die Angst an Bord geben Psychologen handfeste Tipps. Wer seine Panikattacken in der Luft trotzdem nicht in den Griff bekommt, kann sich professionelle Hilfe holen. Verhaltenstherapie oder Biofeedback sind äußerst effektive Methoden, um die Angst über den Wolken zu verlieren. Ohne jahrelange Psychoanalyse. „Man kann die Angst buchstäblich wegtrainieren“, meint Psychologin Brigitte Hueber, die bei Panikattacken gute Erfolge mittels Biofeedback vorweisen kann. „Über das computergesteuerte Gerät lernen Flugängstliche neue Reaktionsmuster, die sie dann im Flieger später abrufen können.“ (Info: www.brihu.at, Tel.: 06991/1323077).

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WAS TUN? Fliegen Sie gemeinsam mit Freunden und Verwandten und kommen Sie möglichst früh zum Airport, um sich mit der Atmosphäre vertraut zu machen. Holen Sie möglichst viel Informationen über den Flug und die Reiseroute ein, sprechen Sie mit den Flugbegleitern. Musik Hören an Bord wirkt beruhigend.

WAS NEHMEN? Spülen Sie Ihre Angst nicht mit Cognac oder Wein am Flughafen hinunter. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten und nehmen Sie nur rein pflanzliche Mittel direkt vor dem Abflug ein. Auch homöopathische Präparate, die bereits einige Tage vor Reiseantritt eingenommen werden, zeigen große Wirkung bei Flugangst.

SEMINARE. Die AUA veranstaltet regelmäßig das Seminar „Freude am Fliegen“, geleitet von einem Team aus Psychologen, Technikern, Flugbegleitern und Piloten. Nächste Termine: 2.–4. Juli, 10.–12. September und 22.–24. Oktober. Preis für Seminar und Flug zu einer europäischen Destination EUR 690,–. Info: Tel.: +43 (0) 5 1766 12801

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