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Kolosseum nach Schnee geschlossen

Teilsperre

Kolosseum nach Schnee geschlossen

Das Kolosseum, das wegen der Schneefälle der vergangenen Tagen in Rom aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, ist wieder offen - allerdings nur zur Hälfte. Der südliche Teil des Monuments bleibt Touristen nicht zugänglich, weil sich dort Eis angesammelt hat, das noch nicht geschmolzen ist. Am vergangenen Samstag hatte ein heftiger Schneefall das italienische Wahrzeichen belastet, das ebenso wie das Forum Romanum gesperrt wurde. Auch vor zwei Wochen war es in Rom zu einem heftigen Schneefall gekommen, der die Ewige Stadt lahm gelegt hatte.

Restaurierung
Inzwischen rückt der Beginn der Restaurierungsarbeiten des Kolosseums näher. Ein Verwaltungsgericht in Rom hat den Vertrag für gültig erklärt, mit dem die Gemeinde Rom dem italienischen Schuh-Unternehmer Diego Della Valle vertraglich zugesagt hat, 25 Millionen Euro in die Instandsetzung des Monuments zu investieren. Damit konnte sich Della Valle das Exklusivrecht sichern, 15 Jahre lang mit dem Kolosseum für seinen Luxusgüterkonzern Tod's zu werben.

Eine Gewerkschaft und Verbraucherschützer hatten den Sponsorenvertrag beanstandet und behauptet, die Vergabe sei nicht transparent gewesen. Das rief die Staatsanwaltschaft und Italiens höchstes Verwaltungsgericht auf den Plan. Nach genauen Kontrollen wurden jedoch keine Unregelmäßigkeiten ans Licht gebracht. Dies bedeutet, dass die Arbeiten beginnen können, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Freitag.

Drei Jahre Arbeit
Drei Jahre lang sollen die Restaurierungsarbeiten dauern. An dem antiken Amphitheater soll auf insgesamt acht Baustellen gearbeitet werden. Zunächst wird an drei Baustellen gleichzeitig begonnen werden, teilte der Denkmalschutz mit. Die Fassade des Kolosseums ist verwittert und von Abgasen geschwärzt. Der marode Zustand des Amphitheaters geriet im Mai 2010 in die Schlagzeilen, als große Stücke Mörtel und Kalk von den Mauern brachen. Das italienische Kulturministerium hatte daher eine Ausschreibung gestartet, bei der private Investoren aufgerufen wurden, die Instandsetzungskosten für das Kolosseum zu übernehmen. Durch die Arbeiten soll sich das für Touristen zugängliche Areal um 25 Prozent vergrößern. Auch während der Restaurierung soll das historische Monument für Besucher geöffnet bleiben.

Das Kolosseum zählt mit den vatikanischen Museen und den Uffizien in Florenz zu den meistbesuchten Denkmälern Italiens. 33 Millionen Euro bescherten den Staatskassen die Eintrittsgelder für das Kolosseum und das nahe liegende archäologische Gelände des Palatins im vergangenen Jahr.

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