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So benimmt man sich in Japan richtig

Andere Länder, andere Tischsitten: Während in Großbritannien der Koch beleidigt ist, wenn man nicht sofort nach dem Servieren mit der Nahrungsaufnahme beginnt, wartet man in Österreich mit dem Essen, bis alle einen Teller vor sich stehen haben. In Japan wiederum bestimmt der Ehrengast, wann die Tafelrunde zu essen beginnen darf. Das verriet der Fachmann für Umgangsformen, Moritz Freiherr Knigge, bei der Präsentation eines neuen Japan-Ratgebers des Sojasaucen-Herstellers Kikkoman in Wien weilte. Er ist ein Nachfahre des legendären Benimmexperten Adolph Freiherr Knigge.

Extreme Unterschiede
"Shukan - Sitten & Gebräuche in Japan" wurde anlässlich des "Österreich-Jahr 2009 in Japan" zusammengestellt und steht ab sofort auf der Kikkoman-Website zum Download zur Verfügung. Besonders die japanische Ess- und Tischkultur weist extreme Unterschiede zur Europäischen auf: So kann respektvoller Umgang miteinander und gutes Benehmen ein Garant für Erfolg und Sympathie und das Wissen um die richtige Sitzordnung bei einem Geschäftsessen für weitere Geschäftsbeziehungen ausschlaggebend sein.

Japanische Tischkultur
Um die Unterschiede der Kulturen anhand eines Business-Lunch aufzuzeigen, bat Kikkoman Moritz Freiherr Knigge sowie Siegfried Pucher, Starkoch und Fachmann für japanische Küche in Österreich, bei der Präsentation fachkundig durch die japanische Ess- bzw. Tischkultur zu führen. So sitzt der wichtigste Gast von der Tür am weitesten Weg. "Da kann man gleich die Abstufung der Gäste erkennen", so Pucher, der u.a. in der Unkai Sushi Bar im Wiener Grand Hotel für Perfektion sorgt.

Höflichkeit oberste Priorität
Auch bei einem japanischen Essen hat Höflichkeit oberste Priorität. Der Reiswein (Sake) darf nur vom Sitznachbarn eingeschenkt werden. Ist der Becher leer, ist es die Pflicht des Nachbarn, das Glas wieder zu befüllen. "Wenn man nicht mehr trinken will, dann lässt man den Becher einfach voll", rät Pucher.

Umgang mit Stäbchen
Auch durch das Erlernen des Umgangs mit Stäbchen erntet man meist Anerkennung. Ein regelrechter Fauxpas ist, die Stäbchen in Esswaren, wie etwa Reis, stecken zu lassen. Stattdessen werde Stäbchen nebeneinander mit der Spitze nach links auf dem Gefäßrand bzw. auf einer Hashioki (Stäbchenhalter) abgelegt. Nur bei Beerdigungen werden sie in den Reis gesteckt, der auf den Altar gestellt wird.

Und vielleicht überlegt sich ja die Männerwelt, zumindest vor dem Valentinstag japanische Traditionen einzuführen. An diesem Tag schenken nämlich in Japan die Frauen ihren Herzensmännern Schokolade statt der bei uns üblichen Blumen, die die Männerwelt den Damen darbringt.

Mehr Infos: www.kikkoman.at

Foto: (c) sxc

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