Strandbäder in Italien streiken

Protest

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Strandbäder in Italien streiken

Ausgerechnet in der Haupturlaubszeit muss sich die Regierung Monti mit einer Streikwelle auseinandersetzen. Die 30.000 Betreiber der Strandbäder sind heute, Freitag, in einen landesweiten Streik getreten. Drei Stunden lang blieben die Strandbäder am Freitagvormittag geschlossen, keine Bademeister waren auf den Stränden zu sehen, keine Liegen und Sonnenschirme wurden aufgestellt. Die Betreiber der Strandbäder wollten damit gegen die Regierung in Rom protestieren, die ihrer Ansicht nach zu wenig Druck auf Brüssel für eine Revision der sogenannten Bolkenstein-Richtlinien ausübe. Diese sieht vor, dass ab 2016 alle Lizenzen für Strandbetreiber versteigert werden müssen.

"Mit diesem Protest rufen wir die Regierung Monti zu Maßnahmen auf, die die 600.000 Arbeitnehmer unserer Branche unterstützen sollen. Strandbäder sind seit jeher ein Spitzenelement des italienischen Tourismus und sollten aktiv unterstützt werden", sagte ein Sprecher des Verbands der Strandbäder-Betreiber SIB. Wer in der Branche investiere, habe das Recht auf längerfristigere Lizenzen.

"Das ist nur die erste einer Reihe von Protestaktionen gegen eine Regierung, die unsere Interessen in Europa nicht verteidigt. Dabei sind wir ohnehin schon durch die schwere Krise im Tourismusbereich belastet", klagte der Sprecher der Strandbäder-Betreiber, Graziano Giannessi.

Eine positive Nachricht für die Regierung Monti ist die Absage eines am Freitag geplanten Streiks der Tankstellenpächter. Diese hatten Protestaktionen gegen die vom Kabinett beschlossenen Liberalisierungsmaßnahmen angekündigt. Die Regierung entgegnete, dass der Streik am Freitag nicht legal sei, da in der Haupturlaubszeit in Italien eine Schließung der Tankstellen nicht erlaubt sei. Daraufhin war der Arbeitsausstand abgesagt worden. Hintergrund des Tankstellen-Protests sind Pläne der italienischen Regierung, den Markt zu öffnen. Mehr Konkurrenz führe zu niedrigeren Abgabepreisen, so die Argumentation des Kabinetts.

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