Armee rückt in Sharm el-Sheikh ein

Ägypten

© EPA

Armee rückt in Sharm el-Sheikh ein

Die ägyptische Armee ist am Sonntag in Teile der Touristenregion Sharm el-Sheikh am Roten Meer eingerückt. Auch in Al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel hätten Soldaten Stellung bezogen, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskreise auf dem Sinai.

Sharm el-Sheikh ist bei vielen Urlaubern beliebt. Die Lage dort blieb am Wochenende weiter ruhig, während es in vielen ägyptischen Städten zu Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Hosni Mubarak sowie Plünderungen und Gewalt kam.

Wegen der andauernden Unruhen in Ägypten will indes die Türkei ihre Staatsbürger mit zwei Sondermaschinen ausfliegen. Flugzeuge der Turkish Airlines sollten am Sonntag insgesamt 750 Menschen aus Kairo und Alexandria zurück in die Türkei bringen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu aus Ankara. Die Flüge würden vom türkischen Außenministerium organisiert, erklärte ein Krisenstab in Ankara.

Badeort Sharm el-Sheikh
Der ägyptische Badeort Sharm el-Sheikh liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel. Ferienanlagen und Korallenriffe ziehen jedes Jahr Hunderttausende Touristen an. Der Ort mit seinen rund 35.000 Einwohnern wurde 1967 weltbekannt, als Ägypten die Straße von Tiran blockierte und damit Israels Zufahrt zum Roten Meer. Die Blockade führte zum Sechs-Tage-Krieg und zur Besetzung der Sinai-Halbinsel durch Israel. Sharm el-Sheikh wurde 1982 an Ägypten zurückgegeben.

2005 starben in dem Badeort bei einer Serie von Bombenanschlägen durch Islamisten 66 Menschen. Zuletzt war die Urlaubsregion wegen mehrerer Haifisch-Attacken gegen Taucher in die Schlagzeilen geraten.


 

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