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Terror in Manchester

IS droht: Das ist erst der Anfang

"Das ist erst der Anfang", drohte ein vermummter Mann nach der Terror-Attacke.

Der Bomber zündete seinen Sprengstoffgürtel im Foyer der Konzert-Arena. Hier standen Hunderte Eltern, um ihre Kinder ab­zuholen. Gezielt hat der Attentäter den letzten Song von Ariana Grande um 22.30 Uhr abgewartet, um den Teenies entgegenzulaufen, die das Konzert verließen.  
Er wusste: Dieser Bereich  wird kaum kontrolliert. Die Bombe hatte er in einem Sprengstoffgürtel. Gefüllt war der mit Nägeln und kleinen Metallteilchen – um möglichst schlimme Verletzungen auszulösen. Sprengstoffgürtel wie diese wurden auch bei den Anschlägen in Paris (130 Tote) und  Brüssel (32 Tote) verwendet.
Drohung. Nur zweieinhalb Stunden nach der blutigen Attacke tauchte im Internet ein Video auf. Ein vermummter Mann hält darin ein Schild in die Kamera: "Manchester" stand drauf und das Datum des Anschlags: "Im Namen Allahs. Das ist erst der Anfang. Die Löwen des Islamischen Staats werden mit Attacken gegen alle Kreuzritter beginnen", so der Mann. Die Botschaft endet mit "Allahu akbar" (Gott ist groß).

© TZOE

"Soldat des Kalifats" platzierte Bombe

Inzwischen hat auch die Terrormiliz IS das Massaker via ihr Internet-Sprachrohr Amaq für sich reklamiert. Ein "Soldat des Kalifats" habe die Bombe in einer "Ansammlung von Kreuzfahrern" platzieren können, hieß es. Der Angriff sei eine Rache und eine Antwort auf die Angriffe gegen Muslime. Er diene dazu, "die Ungläubigen" zu terrorisieren. Zudem wurde mit weiteren Anschlägen gedroht.  
Panik. Fest steht: Die Nerven liegen blank. Dienstagvormittag wurde das riesige Arndale-Shopping-Center in Manchester evakuiert. Passanten hatten einen lauten Knall gehört. Ein Mann in Armee-Uniform wurde im Süden Manchesters festgenommen. Der 22-Jährige soll – so die Polizei – aber nicht im Zusammenhang mit dem Anschlag in der Arena stehen. Britanniens Premierministerin May brandmarkte den Anschlag als besonders "abstoßend": "Er hat Zeit und Ort absichtlich so gewählt, um ein größtmögliches Blutbad anzurichten. Er hat mit kaltem Kalkül auf Kinder gezielt." Das jüngste Opfer war erst acht. 
 

Fieberhafte Suche nach Hintermännern

Derzeit werden Handy und Computer des IS-Mörders ausgewertet, um Hintermänner und Komplizen ausforschen zu können. Eine israelische Internet-Plattform veröffentlichte bereits ein Foto des mutmaßlichen Attentäters. Es zeigt einen jungen, blassen Mann, er soll britischer Staatsbürger sein. Die Polizei hat die Angaben bisher aber noch nicht bestätigt.

Inzwischen gibt es bereits zwei Bekennervideos: Auf einem, das zweieinhalb Stunden nach dem Anschlag veröffentlicht wurde, sagt ein vermummter Mann: "Das ist erst der Anfang. Allahu ­akbar" (Gott ist groß). In ­einem zweiten Video meldet sich das IS-Sprachrohr Amaq. Der Angriff sei Rache und Antwort auf die Angriffe gegen Muslime. Während das erste Video ein Fake sein könnte, dürfte das zweite Bekenner­video echt sein.

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