15. August 2011 08:56

Drama 

Das Wunder von Afrika

Minhaj. 7 Monate alt, 3.200 Gramm leicht – aber der tapfere Bub wird überleben.

Das Wunder  von Afrika

Minhaj gibt der Hunger-Kata­strophe von Afrika ein Gesicht. Er kam todkrank ins Lager in Kenia. Erdnusspaste um 7 Cent (!) rettete sein Leben.

Rettung. Es ist das Wunder in der Hölle: Minhaj Gedi Farah lebt und lacht wieder. Der 7 Monate alte Bub kam vor knapp zwei Wochen im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab an, seine Mutter Asiah Dagane hatte den Kleinen Hunderte Kilometer durch Gluthitze und Dürre in Somalia geschleppt. Sie waren auf der Flucht vor dem Hungertod.   

Das Wunder von Afrika
http://images02.oe24.at/diashow.jpg/storySlideshow/37.316.835
29. Juli - Minhaj totkrank im Lager
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7 Monate alt und nur 3.200 kg leicht
Als er in Lager gebracht wurde gab es wenig Hoffnung
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11. August: Minhaj wurde gerettet
Minhaj ist immer noch zart wiegt aber fast 4 kg. "Er macht sich gut" sagt der Arzt


Als die beiden Dadaab, das größte Flüchtlingslager der Welt, erreichten, war Minhaj schon zu schwach zum Weinen. Hunger hatte die Haut des Kindes in brüchiges Leder verwandelt, jeder Knochen im dürren Körper war zu sehen. Tiefe Falten durchzogen das kleine, schmerzverzerrte Gesicht. Todesqualen spiegelten sich in Minhajs dunklen Augen. Der Bub wog nur 3.200 Gramm, als Fotografen auf ihn aufmerksam wurden. Sein Bild wurde zum Inbegriff der Hungerkatastrophe am Horn von Afrika.  
Doch für Minhaj und seiner Mutter geschah ein Wunder. Retter päppelten ihn auf. Binnen 14 Tagen sprang der Bub dem Tod von der Schaufel. Jetzt wiegt Minhaj schon fast vier Kilogramm. Das ist zwar immer noch viel zu wenig für sein Alter, aber ein Schritt ins Leben.
Paste um 7 Cent. Minhaj lacht schon wieder, seine Haut ist weich und elastisch, die Wangen werden wieder rund. Seine Augen blitzen neugierig, der Kleine will spielen. „Sein Zustand ist stabil, er macht sich gut“, sagt der Arzt John Kiogora vom International Rescue Committee, der das Baby betreut. Vor dem Hungertod hat Minhaj eine mit Vitaminen angereicherte Erdnusspaste gerettet. Eine Portion kostet 7 Cent.
Mutter Asiah hofft, dass ihr Sohn keine bleibenden Schäden davonträgt: „Nachts schläft er durch. Wenn er aufwacht, hat er Hunger und will Milch.“ Sie lächelt dankbar, drückt den Kleinen immer wieder fest an sich. Ausländische Hilfe war für die beiden lebensrettend.
30.000 Kinder hatten nicht so viel Glück wie Minhaj. Auch Minhajs Schwester Liin Muhumed Surow ist verhungert. Sie wurde nur 12 Monate alt.
Laut UNO sind 650.000 somalische Kinder schwer unterernährt. Mit nur 35 Euro sichern sie einer Familie ein Monat lang das Überleben. ÖSTERREICH hat deshalb mit Caritas und Nachbar in Not eine Spendenaktion gestartet.


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5 Postings
keinblattvormmund meint am 17.08.2011 11:36:41 ANTWORTEN >
gustl - gehts noch?? Die Frauen werden sogar in den Notlagern von Männern vergewaltigt - erkundige dich doch vorher bevor du so ne Scheisse schreibst...
Man möchte das ja fast gar nicht glauben... meint am 15.08.2011 16:51:28 ANTWORTEN >
...aber es ist schon erstaunlich, wie man offenbar versucht aus dieser Katastrophe auch noch Profit zu schlagen: http://is.gd/smaTRj
gustl meint am 15.08.2011 10:39:36 ANTWORTEN >
Es ist echt ein Drama, was da passiert, die Menschen tun mir wirklich leid! Aber: die haben dort ja so oder so immer schon mit Armut und Hunger zu kämpfen, wann hören die endlich auf, sich unkontrolliert zu vermehren??? Kaum auf den Beinen halten können vor Hunger, aber zum Fortpflanzen reicht's??? Dieses Problem sollte mal endlich in Angriff genommen werden! Und das gilt eigentlich für die ganze Welt, die Überbevölkerung ist eines der größten Probleme!!! Anstatt immer mehr Auffangstellen für die "Elenden" zu errichten, sollte das Elend selbst endlich bekämpft und vermieden werden!!!
So, und jetzt los, fallt über mich her, weil ich das geschrieben habe...
fliege meint am 15.08.2011 10:01:05 ANTWORTEN >
was hat man bisher dann mit all den millionen die immer wieder nach afrika fließen bisher gemacht? warum mussten dann bisher soviele kinder verhungern, wenn man mit banalen 7 cent soviel erreichen kann? wieso liest man immer nur, dass kinder verhungern, und nicht erwachsene? bekommen erst die erwachsenen zu essen und dann erst die kinder? da läuft gewaltig was schief. was mit wirklich mit den spenden getan?????
zum kotzen meint am 15.08.2011 09:48:04 ANTWORTEN >
schrecklich wie konsequent europa, die EU und amerika da wegschauen können....
die amis geld für krieg haben sie immer, in der EU sind die börsenkurse wichtiger..
und wer verkauft waffen nach afrika ???
kann ich da mal ne liste haben frau merkel
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