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Flüchtlinge: Orban hinterging Faymann

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Flüchtlinge: Orban hinterging Faymann

Im Sommer des letzten Jahres nahm der Flüchtlingsstrom nach Österreich und Deutschland so richtig Fahrt auf. Innerhalb weniger Wochen kamen zigtausende Flüchtlinge über die ungarische Grenze nach Österreich, um dann weiterzureisen. Wie die Bild-Zeitung nun berichtet, spielte dabei der ungarische Premier Viktor Orbán nicht ganz mit offenen Karten.

Falsche Zahlen
Der umstrittene Regierungschef soll am 4. September an die österreichische Seite ein Dokument übermittelt haben, wonach es sich um „beinahe 1.000“ Flüchtlinge handeln würde, die auf dem Weg nach Nickelsdorf seien und dann von Österreich und Deutschland übernommen werden sollten. Die Bild-Zeitung beruft sich dabei auf Regierungskreise in Wien und Berlin.

"Flüchtlingsfrei gemacht"
Österreichs damaliger Kanzler Werner Faymann verhandelte dann mit der deutschen Kanzlerin Merkel eine einmalige Übernahme der Flüchtlinge aus. Statt der versprochenen 1.000 kamen dann aber in den nächsten Tagen fast 20.000 Migranten aus Ungarn. In Berliner Regierungskreisen heißt es dazu: „Wir rechneten mit ein- bis dreitausend Menschen, einmalig, mehr nicht.“ Ein Beamter des österreichischen Außenministeriums geht im Gespräch mit der Bild sogar noch weiter: „Es sollte überschaubar wirken, was da auf uns zukommt. Orbán hat sein Land an diesem Tag bewusst flüchtlingsfrei gemacht.“

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