Papst-Attentäter will Franziskus treffen

In der Türkei

Papst-Attentäter will Franziskus treffen

33 Jahre ist es her, dass Mehmet Ali Agca (56) versucht hat, den Papst zu töten: Der türkische Extremist hatte im Mai 1981 auf dem Petersplatz auf Johannes Paul II. geschossen. Der Papst überlebte schwer verletzt.

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Treffen mit Franziskus
Agca saß wegen des Attentats 19 Jahre in Italien und zehn Jahre in der Türkei in Haft. Ihm wurden psychische Probleme bescheinigt. Im Jahr 2010 kam er frei. Nun will er Papst Franziskus in der Türkei treffen. In einem offenen Brief schrieb Agca: "Papst Franziskus, der für Frieden und Brüderschaft in einer Zeit der politischen, wirtschaftlichen und humanitären Krisen eintritt, ist in der Türkei willkommen. Ich bin Mehmet Ali Agca, und ich würde den Papst gerne während seines Besuchs treffen." Dem Schreiben liegt ein Foto bei. Es zeigt, wie Johannes Paul II. Agca 1983 im Gefängnis in Italien besuchte und ihm verzieh.

agca © ANSA/EPA
Papst Johannes Paul II. und Mehmet Ali Agca; Foto: EPA

Franziskus in der Türkei
Papst Franziskus wird vom 28. bis 30. November in die Türkei reisen. Stationen seines Besuchs sind die Hauptstadt Ankara und Istanbul. Unter anderem will der Pontifex den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in dessen neuem "Weißen Palast" treffen.

Agca habe bisher noch keine Antwort vom Vatikan erhalten, schreiben türkische Medien.

Hintergründe des Attentats bis heute unklar
Die Hintergründe seines Anschlags auf Johannes Paul II. sind bis heute nicht geklärt. Der Attentäter behauptete in seinen Memoiren, dass der iranische Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini der Auftraggeber des Attentats war. Nach seiner Festnahme hatte Ali Agca zunächst erklärt, hinter dem Attentat stünden der Sowjet-Geheimdienst KGB und bulgarische Diplomaten.

Agca, der zum Umfeld der rechtsextremen türkischen Grauen Wölfe gehörte, betrachtet es heute als ein "Wunder", dass der Papst das Attentat überlebte. Er bereue den Anschlag auf Johannes Paul II. nicht. "Ich habe die absolute Sicherheit, dass mich Gott und nicht Satan, wie viele im Vatikan glauben, zum Petersplatz geführt hat", erklärte der Türke.
 

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