Vulkan-Touristen stürmen Island

Naturspektakel

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Vulkan-Touristen stürmen Island

Am Wochenende haben sich in Island Tausende Schaulustige zu dem vor etwas über einer Woche aktiv gewordenen Vulkan im Bereich des Eyajfalla-Gletschers begeben. Dabei kam es zu ungewöhnlichen Verkehrsstaus auf den Zufahrtswegen. Ein Kleinflugzeug musste am Samstag wegen eines technischen Gebrechens auf dem Gletscher notlanden. Der allein an Bord befindliche Pilot der Maschine blieb laut Medienberichten unverletzt.

Minus 18 Grad
Die Vulkan-Touristen reisten per Pkw, mit Bussen, Flugzeugen oder Helikoptern zum Beobachten der Eruptionen und des Lava-Falles an. Trotz starken Winds und minus 18 Grad nahmen laut Schätzungen der Behörden bis zu 4.000 Menschen die über fünfstündige Wanderung von den nächstgelegenen Auto-Abstellplätzen in Kauf, um eine möglichst nahe Aussichtsposition zu erreichen. Neben den Eruptionen gilt der 200 Meter hohe Fall eines Lava-Stroms in die Hrunagil-Schlucht als Hauptattraktion des Vulkans.

Der Vulkan in der Nähe des Eyjafjalla-Gletschers war in der Nacht auf den 21. März zum erstem Mal seit 1823 ausgebrochen. Geologen sind sich in der Einschätzung des Ausbruchs nicht einig. Während einige von einer begrenzten, Wochen und Monate dauernden Eruptionstätigkeit ausgehen, befürchten andere Experten auch einen Ausbruch des größeren und als wesentlich gefährlicher eingestuften Vulkans Katla, der unterirdisch mit dem Eyjafalla-Krater in Verbindung steht.

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