Sonderthema:
Fukushima-Atomwolke über Österreich

Japan-Krise

Fukushima-Atomwolke über Österreich

Die Bedrohung ist unsichtbar, aber sie ist da. Vor drei Tagen schwebte die Atomwolke über Island. Gestern hatte sie es nach Mitteleuropa ­geschafft. Und damit erreichten Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln auch Österreich. Angesichts der Horrormeldungen von verstrahltem Gemüse und Wasser aus Japan eine Nachricht, die nachdenklich macht.

"Kaum messbar"
Zumindest Österreichs Experten geben Entwarnung. "Es ist eine sehr schwache, kaum messbare Konzentration, die Österreich trifft", sagt ZAMG-Experte Gerhard Wotawa. "Die Jod-131-Werte in Reykjavik waren nahe an der Nachweisgrenze, andere Isotope als Jod wurden nicht festgestellt. Bei uns sind die Werte um den ­Faktor 1.000 niedriger. Im Sommer ist man auf einer Wiese einer höheren Radioaktivität ausgesetzt." Auch Umweltminister Nikolaus Berlakovich ist um Beruhigung bemüht: "Ich mache eine Panikmache ­sicher nicht mit. Die Radioaktivität ist so niedrig, dass sie nur mit Spezialgeräten gemessen werden kann."

Nicht ganz so locker wie Berlakovich nahmen die Schweizer die Atomwolke. Die Eidgenossen ließen ­einen Militärjet, ausgerüstet mit einem Spezialmessgerät, aufsteigen, um die Radioaktivität über der Schweiz zu messen.

Diashow Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

Japan nach dem Beben

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Kleine Erfolge
Positive Meldungen gibt es aus Japan: Nach einer fast eintägigen Pause sind die Arbeiten am Unglücksreaktor Fukushima 3 wieder aufgenommen worden. Die Ingenieure seien auf das Geländer zurückgekehrt, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Arbeiten waren ausgesetzt worden, nachdem am Mittwochnachmittag (Ortszeit) schwarzer Rauch aus dem Reaktor aufgestiegen war. Dennoch warnt die japanische Regierung vor zu großem Optimismus, die Lage sei auf der Kippe. Der Atomsicherheitsbehörde zufolge sind drei Mitarbeiter durch radioaktive Strahlung verletzt worden.

In Tokio ist die Belastung des Leitungswassers mit radioaktivem Jod wieder unter den für Säuglinge festgelegten Grenzwert gesunken. Am Vortag hatten die Behörden deutlich erhöhte Werte registriert und daraufhin empfohlen, Kinder unter zwölf Monaten kein Leitungswasser trinken zu lassen. In den Geschäften war später kaum noch abgefülltes Wasser in Flaschen zu bekommen.

Diashow 1. Blick in AKW-Kontrollraum

Mit Taschenlampen kämpfen die Arbeiter gegen den Super-GAU

Mit Taschenlampen kämpfen die Arbeiter gegen den Super-GAU

Mit Taschenlampen kämpfen die Arbeiter gegen den Super-GAU

Die Männer sind mit Schutzanzügen ausgestattet

Laut IAEO besteht weiter Anlass zu erheblicher Sorge

Das AKW ist vollkommen zerstört

So schaut es im Innern des Reaktors aus

So schaut es im Innern des Reaktors aus

Aussenansicht: Die Schutzhülle ist zerstört

Massive Verstrahlung: Die Arbeiter sind extrem gefährdet

Die Arbeiten wurden inzwischen eingestellt

Zu große ist die Gefahr für die Feuerwehrmänner

In Tokio bricht Panik aus: Das Trinkwasser ist radioaktiv verseucht.

So traf der Tsunami auf den Reaktor

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Alte Technik im Reaktor-Kontroll­raum

Seit zwei Tagen funktioniert im Kontrollraum von Reaktor 3 und 4 in Fukushima wieder die Lichtanlage. Nun gibt es die ersten Fotos aus dem Horror-Reaktor. Der Blick in den Kontrollraum lässt erahnen, warum in Fukushima nach Erdbeben und Tsunami die Atomkatastrophe passierte. Hier entdeckt man wenig Hightech. Wer schon einmal im ­Uralt-Reaktor in Zwentendorf war, wird wenig Unterschiede finden. Am Boden stapeln sich überall Kisten, auf den Tischen liegen Zettel und Akten. Der ­Reaktor 3 macht den Experten noch immer Probleme. Gestern stieg wieder Rauch auf.

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