Das sagt Klattens Gigolo

Erpressungs-Drama

© oe24-Grafik, mit apa-Material

Das sagt Klattens Gigolo

Der mutmaßliche Erpresser der Münchner Quandt-Erbin Susanne Klatten hat in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme seit seiner Festnahme eine Aussage vor Gericht in Aussicht gestellt. Im Prozess werde er gegebenenfalls umfassend aussagen, sagte der tatverdächtige 43-jährige Schweizer dem deutschen Magazin "Der Spiegel".

"Ich beklage, dass es zu einer öffentlichen Debatte gekommen ist, bei der sowohl die Namen sogenannter Opfer wie auch von Menschen aus meinem familiären und persönlichen Umfeld auftauchen, die einer angeblichen Komplizenschaft bezichtigt werden", zitiert das Magazin den Schweizer. All dies könne schädlich sein für das gerichtliche Verfahren.

Er unterschrieb mit "Dein sanfter Krieger"
Klatten, die als BMW-Großaktionärin als reichste Frau Deutschlands gilt, hatte sich mehrfach mit dem Tatverdächtigen in Hotels getroffen. Der Erpresser soll zunächst ein Darlehen von mehreren Millionen Euro gefordert, dann aber eine weit höhere Summe verlangt haben. Nach Informationen des Magazins "Focus" soll er Klatten in der Weihnachtszeit 2007 mit einem Brief unter Druck gesetzt haben. Das Schreiben habe er mit "Dein sanfter Krieger" unterzeichnet und 14 Millionen Euro von ihr verlangt, berichtete das Magazin unter Berufung auf das bayerische Landeskriminalamt.

Festnahme erfolgte in Österreich
Im Jänner des Jahres zeigte Klatten ihn an, kurz darauf wurde der 43-Jährige in Österreich festgenommen. Seit März sitzt er in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim in Untersuchungshaft. Gegen ihn soll noch in diesem Jahr Anklage erhoben werden, ihm droht wegen Erpressung und Betrugs eine mehrjährige Haftstrafe. Sein Anwalt Till Gontersweiler aus Zürich sagte dem "Focus", der Schweizer habe Klatten aber nicht arglistig getäuscht. "Er hat kein Geld gefordert, sie hat ihm die Millionen freiwillig gegeben."

Ein Sprecher von Klatten hatte der "Bild am Sonntag" hingegen in der vergangenen Woche gesagt, sie habe sich zu der Strafanzeige entschieden, weil sie erkannt habe, dass die Beziehung einen ausschließlich kriminellen Hintergrund hatte. "Das Ziel war von Anfang an, sie zu betrügen und Geld zu erpressen."

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