Hinrichtung

Kroatien nach Mord an Tochter von Zagorec-Anwalt in Angst

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Nach der regelrechten Hinrichtung der Tochter des Anwalts von Vladimir Zagorec herrscht in Kroatien totale Verunsicherung.

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Die Tochter des Anwalts von Ex-General Vladimir Zagorec, der vor kurzem von Österreich an die kroatische Justiz ausgeliefert wurde, war am Montag in Zagreb erschossen worden.

Wenige Stunden danach wechselte Ministerpräsident Ivo Sanader zwei Minister und den Polizeichef aus. Während die Frage nach dem Mordmotiv im Raum steht, erwartet die Öffentlichkeit Ergebnisse bei der Suche nach dem Täter.

Steckten Waffenhändler hinter der Tat?
Am Tag nach der Tat rätselt die Öffentlichkeit über zwei Gründe für den Mord an der jungen Frau, die sie für möglich halten. Angeblich habe die Rechtspraktikantin vor einigen Woche den kroatischen Generalstaatsanwalt Mladen Bajic getroffen und ihm Namen von Personen genannt, die während des Kroatien-Krieges (1991-95) bei Waffengeschäften profitierten. Es handle sich dabei angeblich um zwei Unternehmer und einen General.

Private Geldgeschäfte als Motiv?
Ein weiteres Mordmotiv, über das in Kroatien spekuliert wird, betrifft den Verkauf von Immobilien, die Zagorec in Kroatien besitzt. Vor etwa einem Monat beendete Ivana Hodak ihr Verhältnis mit Ivor Vucelic, der mit ihrem Vater über den Verkauf der Zagreber Liegenschaften verhandelt hatte. Der Anwaltssohn Ljubo Pavasovic Viskovic wurde ihr neuer Freund. Dessen Vater wiederum ist Rechtsbeistand von Hrvoje Petrac, einem wichtigen Belastungszeugen im kroatischen Prozess gegen Zagorec, der derzeit wegen der Entführung von Zagorecs Sohn im Gefängnis sitzt. Laut kroatischen Medien war durch die Entwicklungen im Privatleben von Ivana Hodak ein Deal im Wert von 300 Millionen Kuna (42,1 Mio. Euro) in Gefahr.

Die Lösung des Mordfalls ist nun die Hauptaufgabe der neuen Minister Tomislav Karamarko (Inneres) und Ivan Simonovic (Justiz) sowie des neuen Polizeichefs Vladimir Faber. Rund 30 Personen wurden seit gestern verhört; verhaftet wurde bisher niemand.

Fotos: (c) Pixsell

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