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Amokläufer schießt Abgeordneter in den Kopf

Arizona

© APA

Amokläufer schießt Abgeordneter in den Kopf

Ein wirres Motiv, mehr blanker Hass. Ein Attentat erschüttert die USA. Unter den Opfern: die demokratische Repräsentantenhaus-Abgeordnete Gabrielle Giffords (40). Ein Amokläufer schoss ihr in die Schläfe. Sie überlebte wie durch ein Wunder – Ärzte im University of Arizona-Spital retteten ihr das Leben.

Diashow Amoklauf in Arizona
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Kopfschuss
Das Protokoll: Die Politikerin trat bei einer Parteiveranstaltung im Supermarkt Safeway in Tucson, Arizona, vor 100 Bürger. Der 22-jährige Jared Loughner zog eine Waffe und begann, „wie bei einer Exekutionen“, so Fox News, den Opfern aus nächster Nähe gezielt in den Kopf zu schießen. Unter den Opfern ein neunjähriges Mädchen. Getötet wurde auch der Bundesrichter John M. Roll.

Fünf Menschen starben mindestens, 13 wurden verletzt. Ein neunjähriges Mädchen kam bei dem Angriff ums Leben, bestätigte ein Krankenhausarzt am Samstag in Tucson. Ein bewaffneter Teilnehmer der Veranstaltung erwiderte das Feuer. Augenzeugen berichteten gegenüber CNN, sie hätten 15 bis 20 Schüsse gehört. Ein Passant konnte den Schützen auf der Flucht stoppen und am Boden festhalten, bis dieser festgenommen wurde. Offenbar handelte der 21-Jährige allein. Panik brach aus. Verletzte wurden mit Rettungshubschraubern in Spitäler gebracht.

Der Zustand von Giffords, die mit dem NASA-Astronauten und Shuttle-Piloten Mark Edward Kelly (46) verheiratet ist, war nach einer Notoperation „kritisch“, doch Ärzte zeigten sich optimistisch. "Sie wurde in den Kopf geschossen (...) Es handelte sich um einen Schuss. Die Kugel durchschoss ihr Gehirn", sagte ein Mediziner. Zuvor hatte es zeitweilig in US-Medienberichten geheißen, die Abgeordnete sei gestorben. Unter den Toten befinden sich auch Mitarbeiter der Politikerin.

Irres Manifest
In den Stunden nach dem Amoklauf tauchte ein erstes Manifest des Täters auf. Auf der Internetplattform MySpace wurde eine Abschieds-Videobotschaft zitiert, wo er „Good Bye“ sagte, sich über die „ungebildeten Bürger“ des Bezirkes beschwerte und die Tatsache bemängelte, dass die US-Währung nicht an den „Goldstandard“ gebunden ist.

US-Präsident Obama sprach in einer ersten Reaktion von einer „unvorstellbaren Tragödie“. Prompt wurde der Amoklauf mit der rechten Hetze gegen Obama in Verbindung gebracht: Beim Büro der Abgeordneten wurde bereits während der hitzigen Debatte um die Gesundheitsreform im Jahr 2009 die Türe eingetreten.Vertraute der Angeschossenen berichteten, es habe Drohungen gegen Giffords gegeben. Das politische Klima in Arizona sei besonders vor den Kongresswahlen vergangenen November extrem aufgeheizt gewesen. Politische Kommentatoren in den USA beklagen seit längerem eine zunehmend Kompromisslosigkeit in der politischen Auseinandersetzung.

Der neu gewählte Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, äußerte sich erschüttert. "Das ist ein trauriger Tag für unser Land." Gewalt habe in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz.

Expertin für Einwanderungspolitik

Giffords vertritt seit 2007 als erste Jüdin den Süden des US-Bundesstaats Arizona im US-Repräsentantenhaus. Sie befasst sich unter anderem mit der Einwanderungspolitik ihres an Mexiko angrenzenden Bundesstaates, mit der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama sowie mit alternativen Energien. Zudem gilt sie als Befürworterin der embryonalen Stammzellenforschung

H. Bauernebel, New York

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