22. Dezember 2009 16:31
Die Studenten im bayerischen Augsburg haben am Dienstag die Hörsaalbesetzung
an der Universität beendet. Ein Sprecher der Studenten sagte nach einer
Vollversammlung, bis Ende Jänner sollen die Protestaktionen zunächst
ausgesetzt werden. Die Leitung der Universität habe einen studentischen
Forderungskatalog angenommen, der jetzt in verschiedenen Kommissionen
beraten werden soll. Der Sprecher der Universität erklärte, die Studierenden
hätten den seit 17. November besetzten Großen Hörsaal ohne Bedingungen
geräumt. Jetzt solle über die geforderten Verbesserungen bei den
Studiengängen und der studentischen Mitbestimmung diskutiert werden.
Mitspracherecht eingeräumt
In verschiedenen Arbeitsgruppen
sollen der Optimierungsbedarf in den Bachelor- und Masterstudiengängen
ermittelt und konkrete Reformvorschläge gemacht werden. In einer
Stellungnahme hatte die Uni-Leitung erklärt, viele Kritikpunkte der
Studierenden seien zurecht geltend gemacht worden. Studierende,
Verantwortliche für die Studiengänge und Vertreter des Prüfungsamts sollen
gemeinsam schnellstmöglich Verbesserungsvorschläge erarbeiten, die nach
Beschluss durch die universitären Gremien dem zuständigen
Wissenschaftsministerium zur Bewilligung vorgelegt werden sollen.
Die Leitung der Universität Augsburg machte darauf aufmerksam, dass sie auf
allen Ebenen den Studierenden in Augsburg Mitsprache-und Anhörungsrechte
eingeräumt habe. Zu Forderungen der Studenten zur Abschaffung der
Studiengebühren erklärte die Uni-Leitung, sie lege Wert darauf, dass sie zu
keinem Zeitpunkt deren Erhebung befürwortet habe. Der bayerische
Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) hatte mehrfach betont, dass
der Freistaat an den Studiengebühren festhalten will.