Berlusconi:

Skandal-Staatschef

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Berlusconi: "Opfer einer Kampagne"

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, der wegen einer Serie von Skandalen um sein Privatleben arg unter Druck geraten ist, hat am Freitag versichert, dass er sich von niemandem erpressen lasse. "Ich habe keine Geheimnisse. Niemand kann mich erpressen. Diese Regierung ist stark und wird bis Ende der Legislaturperiode 2013 im Amt bleiben", sagte Berlusconi auf einer Pressekonferenz vor der Sommerpause in Rom.

Berlusconi bezeichnete sich als "Opfer einer Kampagne von Verleumdungen und Müll", die auch Italien geschadet habe. "Ich brauche mich wegen meines Privatlebens nicht zu entschuldigen, nicht einmal bei meinen Familienangehörigen", sagte Berlusconi. Die ausländische Presse behaupte, dass er eine frauenfeindliche Einstellung habe. "Wenn es etwas gibt, was ich liebe, das sind Frauen, auch als Ministerinnen", betonte der Regierungschef.

Rekordwerte in Popularität
Kein Premierminister in Westeuropa sei so populär wie er. "68,2 Prozent der Italiener behaupten laut Umfragen, dass sie Berlusconi vertrauen. Das ist ein absoluter Rekord für die westlichen Demokratien", sagte Berlusconi.

Keine Regierung habe so viel wie seine in 14 Monaten Amtszeit geleistet, sagte Berlusconi, der auf der Pressekonferenz eine Bilanz der Aktivität seines Mitte-Rechts-Kabinetts vorstellte. Die italienische Regierung habe sich stark für mehr Sicherheit in den Städten und im Kampf gegen die Kriminalität engagiert. Der Einsatz von Soldaten gegen die Kriminalität habe positive Resultate gezeigt. "Wir beharren auf diesem Weg und werden die Zahl der Soldaten in den Städten aufstocken", berichtete Berlusconi.

Auch im Kampf gegen die illegale Migration habe Italien positive Resultate zu feiern, erklärte der Ministerpräsident. Seit Wochen seien dank des Abkommens mit Libyen zur Abschiebung der Migranten keine Flüchtlingsboote mehr auf Sizilien und Lampedusa gelandet. "Der einzige leere Strand ist zurzeit jener von Lampedusa", betonte Berlusconi.

Der Premierminister hob auch die Resultate seiner Regierung in der Außenpolitik hervor. Der G-8-Gipfel in L'Aquila im Juli sei ein Erfolg gewesen. Er habe dort zur Annäherung zwischen US-Präsidenten Barack Obama und Russland beigetragen. Auch der Abschluss eines Abkommens mit Libyen zur Bewältigung der Kolonialzeit sei ein Erfolg der Mitte-Rechts-Regierung, weil sich Italien damit wirtschaftliche Abkommen mit Tripolis gesichert habe.

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