Pakistan macht Jagd auf Taliban

Neue Offensive

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Pakistan macht Jagd auf Taliban

Pakistan hat wegen einer Offensive in der Region um den Khyber-Pass die Belieferung der internationalen Truppen in Afghanistan ausgesetzt. "Die Versorgung der NATO-Truppen wird so lange gestoppt, bis wir die Gegend von Militanten und Verbrechern gesäubert haben", sagte der oberste Verwaltungsbeamte der Region, Tariq Hayat, am Dienstag in Jamrud. Armee und paramilitärische Kräfte hätten die Offensive am Morgen begonnen und setzten Kampfhubschrauber, Artillerie und Panzer gegen Extremisten ein. Die Sicherheitskräfte hätten die wichtigste Straße zur afghanischen Grenze gesperrt und eine Ausgangssperre verhängt.

Die Nachschublinie über den Khyber-Pass ist lebensnotwendig für die Versorgung der mehr als 65.000 ausländischen Soldaten, die in Afghanistan den Aufstand der radikal-islamischen Taliban bekämpfen. Die Güter werden von der pakistanischen Hafenstadt Karachi auf Lastwagen durchs ganze Land bis an die Grenze bei Peshawar gefahren, weil Afghanistan keinen Zugang zum Meer hat. Allein die USA schicken nach eigenen Angaben 75 Prozent ihres Nachschubs über Pakistan, davon 40 Prozent des Treibstoffs. Der Versorgungsweg über den Khyber-Pass dürfte im kommenden Jahr noch wichtiger werden, wenn die USA ihre Truppen in Afghanistan wie geplant auf bis zu 60.000 Soldaten verdoppeln.

Mit einer ganzen Reihe von Anschlägen hatten militante Extremisten in den vergangenen Monaten versucht, die Versorgung der internationalen Truppen zu blockieren. Dabei wurden Hunderte Lastwagen zerstört und etliche Fahrer getötet. Viele Fernfahrer weigern sich inzwischen, die Route zu befahren.

Die deutsche Bundeswehr am Hindukusch ist weitgehend unabhängig von dieser Nachschubroute. Die knapp 3500 deutschen Soldaten werden nach Angaben des Berliner Verteidigungsministeriums zu 90 Prozent auf dem Luftweg versorgt. Nur zehn Prozent der jährlich etwa 17.000 Tonnen Nachschub aus Deutschland erreichten die Truppen auf dem Landweg.

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