Chronologie

Vier Jahre Irak-Krieg

20. März 2003: Ohne UNO-Mandat beginnen die USA und ihre Verbündeten einen Krieg gegen den Irak. Bagdad fällt am 9. April. Staatschef Saddam Hussein taucht unter. Offizielles Ende der Kampfhandlungen am 1. Mai.

Juli 2003: Unter US-Aufsicht nimmt ein provisorischer Regierungsrat die Arbeit auf.

29. August: Vor der Imam-Ali-Moschee in Najaf werden bei der Explosion einer Autobombe über hundert Menschen getötet, unter ihnen der schiitische Ayatollah Mohammed Bakr al-Hakim, Chef des pro-iranischen "Obersten Rates der Islamischen Revolution" (SCIRI). Blutige Racheakte gegen Sunniten.

Dezember 2003: Saddam Hussein wird südlich von Tikrit von der US-Armee festgenommen.

März 2004: Der Regierungsrat erlässt eine Übergangsverfassung.

Juni 2004: Ende der direkten US-Militärverwaltung. Militärverwalter Paul Bremer verlässt das Land. Iyad Allawi wird Übergangs-Premier.

August 2004: Eine von der Übergangsregierung organisierte "Nationalkonferenz" wird von eine Reihe von Gruppierungen boykottiert.

November 2004: Verhängung des Ausnahmezustands (ausgenommen nördliche Kurden-Gebiete).

Jänner 2005: Wahl einer konstituierenden Nationalversammlung: Sieg der konservativ-religiösen Schiiten-Allianz unter der Autorität von Großayatollah Ali al-Sistani. Von den Sunniten werden die Wahlen mehrheitlich boykottiert.

April 2005: Der Kurden-Führer Jalal Talabani wird vom Parlament zum Staatspräsidenten gewählt. Bildung einer Regierung unter dem schiitischen Premier Ibrahim al-Jaafari.

August 2005: Der Verfassungsausschuss der konstituierenden Versammlung legt den zwischen Schiiten und Kurden gegen den Willen der Sunniten akkordierten Entwurf für eine neue Verfassung vor.

15. Oktober 2005: Der Verfassungsentwurf wird in einer Volksabstimmung angenommen.

19. Oktober 2005: Vor einem Sondertribunal beginnt der Prozess gegen Saddam Hussein. Im November 2006 wird er zum Tode verurteilt und im Dezember hingerichtet.

15. Dezember 2005: Bei den Parlamentswahlen siegt die religiöse Schiiten-Allianz mit dem pro-iranischen SCIRI als stärkster Kraft.

20. Mai 2006: Das Parlament spricht der Koalitionsregierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki das Vertrauen aus.

23. November 2006: Nach einem Pentagon-Bericht hat sich die Sicherheitslage im Irak dramatisch verschlechtert, bis zu 960 Anschläge pro Woche werden gezählt.

6. Dezember 2006: Eine unabhängige Expertenkommission unter Leitung des ehemaligen US-Außenministers James Baker empfiehlt einen Strategiewechsel und einen Rückzug der US-Kampftruppen bis 2008.

12. Dezember 2006: Bush bestätigt zum ersten Mal öffentlich, dass er eine Aufstockung des US-Militärs im Irak erwägt.

11. Jänner 2007: Bush kündigte die Entsendung von 21.500 zusätzlichen Soldaten in den Irak an.

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