Geldsegen nach Hillarys Sieg in Pennsylvaia

US-Wahlkrimi

Geldsegen nach Hillarys Sieg in Pennsylvaia

Mit einem Sieg bei der Vorwahl in Pennsylvania hat Hillary Clinton ihre Chancen für die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei gewahrt. Die New Yorker Senatorin kam auf 55 Prozent der Stimmen. Ihr Rivale Barack Obama erhielt 45 Prozent.

Sehen Sie hier eine Parodie auf den Kampf zwischen Obama und Clinton!

Zehn Millionen Euro in 24 Stunden
Durch den Sieg hat Hillary Clinton das Spendenaufkommen für ihren weiteren Wahlkampf deutlich gesteigert. Zahllose Menschen hätten auf einen Spendenaufruf im Internet reagiert, teilte das Wahlkampfbüro der New Yorker Senatorin am Mittwoch mit. Innerhalb von 24 Stunden nach Schließung der Stimmlokale in Pennsylvania werde ein Spendenaufkommen von zehn Millionen Dollar (6,27 Millionen Euro) erwartet.

Clinton hat das Geld nötig. Nach dem Sieg in Pennsylvania am Dienstag forderte sie ihre Unterstützer offen dazu auf, sich auf ihrer Website einzuloggen, um zu spenden. "Die Zukunft dieses Wahlkampfes liegt in Euren Händen", rief sie ihren Unterstützern zu.

Der Ex-First-Lady droht nach Einschätzung von Wahlkampfbeobachtern das Geld auszugehen. Obama hat derzeit fünfmal so viel Geld für die Schlussphase des Vorwahlkampfs zur Verfügung wie Clinton. Obama hat allein im März mehr als 41 Millionen Dollar eingenommen, Clinton nur 20 Millionen Dollar.

Clinton versprach erneut, die US-Truppen aus dem Irak nach Hause zu holen und die Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Ihr Sieg in Pennsylvania sei umso bedeutender, weil Obama dreimal so viel Wahlkampfspenden wie sie selbst zur Verfügung gehabt habe.  

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Obama blickt nach Indiana
Obama richtete seinen Blick bereits auf die nächste Entscheidung. "Jetzt liegt es an euch in Indiana", sagte Obama am Dienstagabend in Evansville (Indiana). Ohne seine Rivalin beim Namen zu nennen, kritisierte der Senator von Illinois ihren Wahlkampfstil.

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Clinton hatte aus Sicht ihrer Partei in Pennsylvania einen deutlichen Sieg gebraucht, um angesichts ihres Rückstandes bei bisherigen Vorwahlen gegenüber Obama weiter im Rennen zu bleiben. Ein knappes Ergebnis hätte den Druck auf Clinton erhöht, ihre Bewerbung zurückzuziehen.

Der weitere Fahrplan
Im Anschluss an die Vorwahl in Pennsylvania stehen bei den Demokraten bis zum 3. Juni noch Entscheidungen in sieben Staaten sowie auf den Inseln Puerto Rico und Guam an. Dabei ist Clinton in West Virginia und Kentucky favorisiert, während Obama in North Carolina, Oregon und South Dakota die besten Chancen hat. In den beiden Staaten Indiana und Montana ist noch keine klare Tendenz erkennbar.

In Pennsylvania ging es um 158 Delegiertenstimmen, die nach dem Ergebnis der Vorwahl proportional auf beide Bewerber aufgeteilt werden. Obama hatte zuvor 1.648 Delegierte, Clinton 1.509. In dieser Schätzung sind auch die Stimmen der sogenannten Superdelegierten enthalten, soweit diese sich auf einen der beiden Bewerber festgelegt haben. Die Superdelegierten können beim Nominierungsparteitag der Demokraten im August frei entscheiden, ohne auf das Ergebnis ihrer Herkunftsstaates festgelegt zu sein. Es gilt mittlerweile als nahezu ausgeschlossen, dass einer der beiden Bewerber vor dem Nominierungsparteitag Ende August in Denver die erforderliche Delegiertenzahl von 2.025 erreichen kann.

McCain-Kandidatur sicher
Bei den Republikanern hat Senator John McCain die Präsidentschaftskandidatur schon so gut wie sicher. Er gewann bei der Vorwahl der Republikaner in Pennsylvania 72 Prozent der Stimmen. Andere Bewerber standen zwar noch auf dem Stimmzettel, sind aber bereits aus dem Rennen ausgeschieden.

Die Wähler entscheiden am 4. November, wer Nachfolger von Präsident George W. Bush werden soll. Die Amtsübergabe findet am 20. Jänner 2009 statt.

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