Erneut
Atomreaktoren stoppen wegen 200 Tonnen Quallen
Wie eine Sprecherin des französischen Betreibers EDF der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, seien über die vergangene Nacht über 200 Tonnen Quallen aufgetaucht. Aus diesem Grund mussten zwei der sechs Reaktorblöcke vorsorglich heruntergefahren werden. Dabei soll "sichergestellt werden, dass diese Situation keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit unserer Anlagen hat".
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Laut der EDF befinden sich die Tiere im Bereich der Filtersysteme der Meerwasser-Pumpstation. Aktuell arbeitet kein Reaktorblock wie vorgesehen. Zwei Blöcke liefern wegen der Masse an Quallen nur reduzierte Leistung und die zwei verbliebenen Einheiten sind auch abgeschaltet. Unter anderem findet an ihnen aktuell eine Wartungsinspektion statt.
Häufiges Problem
Das Atomkraftwerk Gravelines hat immer wieder Quallen-Probleme. Mitte des Monats und im August 2025 wurde der Betrieb durcheinandergebracht. Wie die EDF angibt, wurde wegen der massiven Quallenansammlungen ein Überwachungs- und Erkennungssystem eingerichtet. Dabei wird sie unter anderem von der Organisation France Pêche Durable unterstützt. Im Einsatz befinden sich sieben Boote. Sie fahren rund um die Uhr im Bereich des Atomkraftwerks, um Quallen zu fangen und sie im Anschluss weiter draußen im Meer auszusetzen.
Eine Sprecherin des Betreibers erklärte, dass die Ursache für das Phänomen aktuell unbekannt sei. Man arbeite mit unterschiedlichen Partnern zusammen, um die Lage besser zu verstehen. Die Sprecherin betonte, dass der Vorfall kein Risiko für die Energieversorgung sei.
Das AKW Gravelines gehört zu den rund 20 Atomkraftwerken Frankreichs. Der Mega-Meiler liegt direkt an der nordfranzösischen Küste, ziemlich genau auf halbem Weg zwischen Calais und Dunkerque.
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