Wintereinbruch

Bauernregel: DANN ist der "goldene Herbst" vorbei

Sonnenlicht scheint durch herbstliche Bäume mit buntem Laub und Blättern am Boden.
© Getty Images/500px
Der 16. Oktober markiert nach altem Volksglauben das Ende des goldenen Herbstes. Danach stellt sich meist ungemütliches Wetter ein, weshalb es laut traditioneller Regel bald "warm anziehen!" heißt.
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Der 16. Oktober wird als Gallustag oder Hedwigstag gefeiert und dient seit Jahrhunderten als fester Anker in der altertümlichen Landwirtschaft. Nach dem alten Volksglauben endet mit diesem Tag die milde Herbstzeit. Die bekannte Bauernregel "An Hedwig bricht der Wetterlauf – und hört das schöne Wetter auf" bringt den bevorstehenden Umschwung auf den Punkt. Kürzer werdende Tage, Regen sowie spürbarer Wind läuten die kühle und raue Jahreszeit ein.

Statistischer Trend gibt Tradition recht

Die Daten zeigen, dass diese alte Regel nicht von ungefähr kommt. Um die Monatsmitte verabschiedet sich die spätsommerliche Wärme meist schlagartig. Stattdessen macht sie Platz für klassischen Herbstblues mit Nebelfeldern, Grau in Grau und spürbarer Kälte. Gemütlich sonnige Nachmittage haben ab jetzt Seltenheitswert, auch wenn sich erst zeigen wird, ob es dieses Jahr exakt so eintrifft.

Temperatursturz erst Ende Oktober

Am Freitag, 16. Oktober, deutet sich in Österreich mäßig kühles Wetter mit leichten Schwankungen an, wobei zwischen 15 und 19 Grad zu erwarten sind. Ein deutlicher Temperaturrückgang erfolgt laut "wetter-online" erst am Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober, wenn die Höchstwerte auf etwa 13 Grad sinken. Unabhängig von der exakten Genauigkeit zeigen Bauernregeln, wie präzise frühere Generationen das Wetter im Blick hatten. Trotz wissenschaftlicher Skepsis bietet der traditionalistische Wetterkalender einen spannenden Einblick in jahrhundertealtes Erfahrungswissen.

Geschichtlicher Hintergrund zum Gallustag

Der Gallustag geht auf den heiligen Gallus zurück, einen irischen Wandermönch, der als Schutzpatron des Bistums sowie der Stadt St. Gallen gilt. Zudem bildet dieser Tag einen traditionellen Lostag für den Beginn der Wintersaat in der Landwirtschaft. Ein historischer Volksglaube verbot an diesem Tag das Schlachten, da die Befürchtung bestand, die Galle des Tieres könnte platzen und das Fleisch unbrauchbar machen. Am selben Tag wurde traditionell der "St. Galli-Wein" gesegnet, welchen man damals als heilendes Hausmittel gegen Fieber schätzte.

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