Wachau
Donau-Pegel im Sinkflug
Am Pegel Kienstock im Bezirk Krems fiel der Wasserstand am Montag unter 100 Zentimeter.
Frachter fahren fast leer
„Wenn wir 1,50 Meter Fahrrinne haben, können große Schiffe, die regulär 2.000 Tonnen laden können, nur noch mit 200 bis 300 Tonnen beladen werden, um nicht auf Grund zu laufen, und das ist wirtschaftlich nicht sinnvoll", schildert Gerhard Gussmagg, Geschäftsführer des Rhenus Donauhafens Krems, die dramatische Lage.
Lager voll, Personal bleibt
Die Schiffsankünfte in Krems brechen dramatisch ein, die Lager sind voll. Von den 70 Mitarbeitern wurde trotzdem niemand gekündigt. Ausweichen auf Bahn oder Lkw ist laut Gussmagg kaum machbar: Ein Frachtschiff mit 2.000 Tonnen entspricht 80 Lkw-Ladungen – so viele Fahrzeuge stehen gar nicht zur Verfügung.
Kreuzfahrten und Fähren betroffen
Auch Flusskreuzfahrten leiden: Fünf Anlegestellen sind laut Via Donau derzeit gesperrt. „Viele Schiffe trauen sich nicht durch die Wachau zu fahren", so Birgit Brandner-Wallner von den Donau Schiffstationen. Die verbleibenden Schiffe blockieren mit langen Liegezeiten oft die nächsten Ankömmlinge. Auch die DDSG fährt nur eingeschränkt, bei manchen Fähren ist der Autotransport komplett eingestellt – Radfahrer und Fußgänger kommen aber weiter über den Fluss.
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