Wien. Laut jüngsten von anwaltlicher Seite lancierten Infos konnten die Mutter des Missbrauchsopfers und die Oma des bedauernswerten Kindes - an der sich der geständige Kabarettist im Jänner 2025 vergriffen haben soll - offenbar einfach nicht genug bekommen. In mehreren Tranchen hatte sie von dem Künstler bereits 159.000 Euro abgegriffen - immer mit dem Hinweis, dass es Fotos von dem Missbrauch im Haus der Slowakinnen auf der Triester Straße geben würde. Ein Bluff, den Gunkl nicht durchschaute. Erst als die Frauen, die er vor Jahren über ein Rotlicht-Inserat kennengelernt hat, ihn zuletzt zu sehr drängten und mit zu hohen Forderungen bedrohten, lieferte er die Erpresserinnen und damit sich selbst ans Messer.
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Nach einer Selbstanzeige starteten zwar auch die Missbrauchsermittlungen gegen ihn - gleichzeitig wurden die beiden Frauen im Zusammenspiel mit der Polizei in eine Falle gelockt, und zwar am Hauptbahnhof. Mit 30.000 Euro in Scheinen traf sich Gunkl mit Petra K. (42), der Mutter seines unmündigen Opfers, in der Wartehalle. Als die Frau das Kuvert mit den Banknoten überreichte, outeten sich plötzlich mehrere Passanten als Polizisten und es kam zur Festnahme.
Mädchen jetzt in Krisenzentrum
Die Oma der 4-Jährigen wurde im Sommer bei der Einreise nach Österreich verhaftet - sie war zwischen Wien und der Slowakei hin- und hergependelt, um in der Heimat die 19 Hunde zu versorgen, die sie dorthin gebracht hatten in der Hoffnung, ihre beiden Kinder bzw. Enkelkinder vom Jugendamt zurückzubekommen. Wie berichtet, hatte die Fürsorge ihnen (unabhängig von der Causa Gunkl) die Tochter und ihren siebenjährigen Bruder weggenommen, weil Nachbarn die Behörden verständigt hatten, dass die Kids im Dachgeschoss hausen mussten, während die Hundeschar im Erdgeschoß machen konnte, was sie wollte.
"Das Mädchen ist in einem Kriseninterventionszentrum, der Bub lebt bei Pflegeeltern", berichtete der Anwalt der Mutter, Wolfgang Wendt.
Frauen in U-Haft, Gunkl auf freiem Fuß
Unter Druck gesetzt worden war Günther Paal auch, indem die Frauen eine Drohkulisse aufbauten. Sie gaben vor, ihr gewalttätiger Bruder bzw. Sohn wisse von seinen pädophilen Neigungen und kenne Gunkls Adresse und das Kennzeichen seines Autos. Der Kabarettist dürfte Angst vor einer Gewalttat gehabt und eine damit einhergehende Publizität befürchtet haben. Deswegen soll er immer wieder auf die Geldforderungen eingestiegen sein.
Gegen Paal - der sich in Spitalsbehandlung befindet - wird auf freiem Fuß ermittelt, die Frauen sitzen wegen Fluchtgefahr in U-Haft. Allen drei drohen langjährige Haftstrafen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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