Der 31. Juli ist der Gedenktag des heiligen Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens. Im bäuerlichen Kalender gilt dieser Tag seit Jahrhunderten als besonderer Wetter-Stichtag. Anders als die meisten Bauernregeln wagt diese jedoch einen außergewöhnlich weiten Blick in die Zukunft: Sie will das Wetter im kommenden Jänner vorhersagen.
Die bekannte Regel lautet: "So wie Ignaz stellte sich ein, wird der nächste Jänner sein." Gemeint ist damit, dass sich die Wetterverhältnisse am 31. Juli Monate später im Jänner wiederholen sollen. Ist der Tag regnerisch und trüb, soll auch der Jahresbeginn nass und grau ausfallen. Zeigt sich der Himmel dagegen freundlich, wird ein milder und sonniger Jänner erwartet.
Meteorologisch kaum haltbar
Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es für diese Annahme allerdings keinerlei Grundlage. Zwischen Ende Juli und dem Jänner liegen rund fünf Monate, in denen sich Wetterlagen, Hoch- und Tiefdruckgebiete sowie jahreszeitliche Einflüsse mehrfach komplett verändern. Dass ein einzelner Sommertag zuverlässige Rückschlüsse auf das Winterwetter zulässt, gilt unter Meteorologen daher als äußerst unwahrscheinlich.
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So wird das Wetter heuer am Ignaz-Tag
Laut GeoSphere Austria wird der 31. Juli 2026 in weiten Teilen des Landes sonnig und hochsommerlich heiß. Die Temperaturen steigen verbreitet auf 30 bis 38 Grad, lediglich im Bergland sind am Nachmittag vereinzelt Wärmegewitter möglich. Ob dieser Sommertag tatsächlich Rückschlüsse auf das Wetter im kommenden Jänner zulässt, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Wissenschaftlich gilt die Bauernregel jedoch als nicht belegt und wird vielmehr der traditionellen Wetterfolklore zugerechnet.
Ob die alte Bauernregel damit tatsächlich einen Vorgeschmack auf den kommenden Jänner liefert, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Aus meteorologischer Sicht bleibt sie jedoch vor allem eines: ein interessantes Stück Wetterfolklore.
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