Eskalation

Putin schickt "schwarze Russen" ins Baltikum

Putin provoziert mit Übung im Ärmelkanal
© APA
Wiederholt sich jetzt das Jahr 2014? Beobachter warnen vor weiterer Eskalation.
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Schock an der Ostflanke: Es war das Symbol für Putins verdeckten Krieg gegen die Ukraine: 2014 überrumpelten Russische Soldaten ohne Hoheitsabzeichen die Grenze und nahmen die Krim ein, die "grünen Männchen". Jetzt scheint sich das auf gespenstische Weise zu wiederholen..

Kreml-Herrscher provoziert täglich

Die Lage an der NATO Ostflanke spitzt sich fast täglich zu. Truppen der NATO und Russlands belauern sich gegenseitig, unter Hochdruck werden Stellungen und Kasernen gebaut.

Doch jetzt kommt es zu einer brandgefährlichen Grenzüberschreitung: Kürzlich kam es an der Grenze zwischen Belarus und Lettland zu einem militärischen Zwischenfall. Nach Angaben von Innenminister Jānis Dombrava ereignete sich der Vorfall Anfang Oktober.

Bewaffnete, maskierte Männer in schwarzen Uniformen drangen für kurze Zeit auf NATO-Gebiet vor, schleusten Migranten ein und verübten Sabotage an Grenz-Überwachungsanlagen.

Berichten zufolge wurden sie von lettischen Sicherheitskräften zunächst zurückgedrängt, kamen dann aber wieder zurück und zerstörten einen Verteilerkasten sowie Überwachungskameras.

"Schwarzrussen" dringen in NATO-Territorium ein.

Die Gruppierung nennt sich "Chernyye Rusy" (Schwarzrussen) und prahlt auf der Plattform "Telegram" mit der Tat. Dort wird von einem "Test für Lettland" gesprochen. Sicherheitsexperten und Journalisten sehen darin eine direkte Fortführung von Putins "Grüne-Männchen-Taktik" unter neuem Namen.

Brandgefährlich, denn: mit den "grünen Männchen" ging der Konflikt mit der Ukraine 2014 in eine neue, heiße Phase, über. Geht Russland wirklich wieder soweit? Die Angst vor einem großen Krieg in Europa wächst Tag für Tag.

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